Elektroautos: EU fordert Limits für Subventionen

09.03.2010 12:55 Uhr
Antonio Tajani
© Foto: EU

Industriekommissar Antonio Tajani lehnt dauerhafte staatliche Finanzierungshilfen für Elektroautos ab. Gegen kurzfristige Marktimpulse zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise hat er keine Einwände.

Die Europäische Union lehnt langfristige staatliche Finanzierungshilfen für Elektroautos ab. Eine kurzfristige staatliche Unterstützung zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise sei dagegen in Ordnung. "Es darf keine dauerhaften Subventionen zum Ankauf von Fahrzeugen geben", sagte der neue EU-Industriekommissar Antonio Tajani dem "Handelsblatt" (Dienstag). Die EU finanziere bereits Projekte, die der Entwicklung des Elektroautos oder der Infrastruktur dienten. Dafür habe die EU im vergangenen Jahr 25 Millionen Euro aufgewandt. Die Chefs mehrerer Autokonzerne hatten in der vergangenen Woche ein größeres finanzielles Engagement von Deutschland und der EU gefordert, wie die Zeitung schreibt. Bislang beschränke sich die Bundesregierung auf Forschungsförderung. Andere Länder unterstützten die Nachfrage nach den noch als teuer geltenden Elektroautos durch staatliche Anreize. In den USA gibt es dem "Handelsblatt" zufolge eine Steuergutschrift von umgerechnet bis zu 5.800 Euro. (dpa)

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