eCarTec 2011: Elektromobilität im Fokus

29.07.2011 10:17 Uhr
Auch der E-Mini von BMW war, passend zum Thema, vor Ort.
© Foto: BMW

Vom 18. bis 20. Oktober finden in München drei Messen parallel statt: Die eCarTech zum Thema E-Mobilität, die Materialica unter dem Motto "Leichtbau" und die junge sMove360 zur Fahrzeugvernetzung. Im Vorfeld präsentierten vier Aussteller ihre Arbeit und ihre Konzepte.

Am 28. Juli fand in den Räumlichkeiten des TÜV Süd eine Pressekonferenz im Vorfeld der eCarTec statt, die vom 18. bis 20. Oktober zum dritten Mal in München stattfindet. Neben dem TÜV Süd waren auf der Veranstaltung die Walter-Werke und das junge Startup-Unternehmen Clean Power Generation zugegen, die ihre Produkte rund um das Thema Elektromobilität vorstellten. Im Hinblick auf die zwei zeitgleich stattfindenden Messen Materialica und sMove 360 legten die Firmen Plasmatreat und Cinterion Wireless Modules ihre Geschäftskonzepte vor. Die sogenannte „e-Mobility“ stelle für den TÜV Süd ein Kernthema dar, so TÜV Süd-Vorstand Horst Schneider bei der Eröffnungs-Pressekonferenz. Das Unternehmen baue sein Netz an weltweiten Prüfeinrichtungen für Hochvolt-Batterien weiter aus. Es seien Werke in China und Südkorea geplant und das Batterielabor in Garching bei München befindet sich kurz vor der Fertigstellung. Damit sei der TÜV Süd mit den schon bestehenden Labors in Nordamerika, Kanada und Singapur der einzige unabhängige Prüfdienstleister mit einem internationalen Netz zur Prüfung von E-Fahrzeugen, sagte Schneider. „Damit erfüllen wir nicht nur eine ganz zentrale Anforderung seitens der Industrie, wir können so auch maßgeblich zu einem weltweit hohen Standard bei der Batteriesicherheit beitragen“ sagte Schneider in seiner Rede. Als mittelständisches Unternehmen ist die Walther-Werke GmbH auf der eCarTec vetreten. Die Firma produziert und forscht rund um das Thema Ladevorrichtung für Elektroautos. Ihr Geschäftsführer Jürgen Kalthoff sprach in seinem Beitrag auf der Pressekonferenz die Realisierbarkeit eines flächendeckenden Strom-Tankstellennetzes in Deutschland und Europa an. Ein solches Netz werde entscheidend für den Durchbruch der Elektromobilität sein, prognostizierte er. Er ging auch auf die drei unterschiedlichen Stecker-Konzepte und die wichtige europaweite Normung der Stecker sowie auf verschiedene Aufladungsmethoden ein. Strom aus regenerativen Quellen Auch auf der Messe präsentieren wird sich das 2007 gegründete Startup Clean Power Generation. Die Idee von Gründer Markus Miller ist die tatsächliche Emissionsfreiheit der E-Mobilität. Dazu muss der verwendete Strom aus regenerativen Energiequellen gewonnen werden, so Miller. Der Lösungsansatz der Firma ist ein mit Solarpanels überdachter Carport, der mittels Sonnenenergie Strom für die darunter geparkten Elektroautos erzeugt. Mittels in den Stützen angebrachter Ladebuchsen können die Autos beim Clean Power Port direkt mit Strom gespeist werden. Die freitragende Konstruktion steht unter dem Motto „Parkplatzflächen sind Energieflächen“. (lr)

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