Das Mini Cabrio war im ersten Halbjahr 2026 das meistzugelassene Cabriolet in Deutschland. Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) kam die offene Variante des Kleinwagens von Januar bis Juni auf 4.280 Neuzulassungen. Knapp dahinter folgt das VW T-Roc Cabrio mit 3.943 Einheiten. Auf Rang drei liegt der Porsche 911 mit 2.945 Neuzulassungen, vor dem Mercedes CLE mit 2.902 Einheiten.
Insgesamt wurden im ersten Halbjahr deutschlandweit 20.129 Cabriolets neu zugelassen. Die 20 beliebtesten Modellreihen stehen dabei für nahezu den gesamten Markt. Das zeigt auch, wie schmal das Angebot inzwischen geworden ist. Neben dem Kleinwagen von Mini und dem Crossover von VW finden sich in der Statistik vor allem Fahrzeuge von Premium- und Sportwagenherstellern. Klassische Volumenmodelle sind kaum noch vertreten.
In den Nuller-Jahren war das Segment noch deutlich größer: 2008 etwa kamen in Deutschland 131.329 neue Oben-ohne-Pkw auf die Straße – viele davon in der günstigen Kleinwagen- und Kompaktklasse. Seitdem ist das Angebot stark geschrumpft. Opel etwa ist seit dem Ende des Cascada nicht mehr vertreten, auch Marken wie Ford, Nissan, Hyundai oder Renault bieten hierzulande keine klassischen Cabrios mehr an. VW hat seine früheren Bestseller Golf oder Beetle längst nicht mehr im Programm. Und auch die Tage des offenen T-Roc sind gezählt.
Ein Grund für das Cabrio-Sterben ist vor allem die vergleichsweise geringe Nachfrage. Obwohl die Open-Air-Modelle in einzelnen Märkten wie Deutschland, Großbritannien und Kalifornien viele Fans haben, sind sie weltweit gesehen Nischenprodukte. Häufig sprechen schon Klima oder Luftqualität gegen die Nutzung. Aus der Perspektive global operierender Hersteller lohnen sich Entwicklung und Produktion daher nicht.