Die Automechanika Frankfurt hat am ersten Messetag die diesjährigen Innovation Awards verliehen. Insgesamt 185 Produkte und Lösungen wurden eingereicht, 47 schafften den Sprung ins Finale. Eine 17-köpfige internationale Expertenjury kürte schließlich die Sieger in zehn Kategorien. Darüber hinaus wurde ein "Green Award" für eine besonders nachhaltige Innovation vergeben.
Fokus auf die Mobilität von morgen
Bei der Bewertung standen Kriterien wie Innovationsgrad, Wirtschaftlichkeit, Anwendernutzen, Funktionalität und Relevanz für den Aftermarket im Mittelpunkt. Ebenso flossen Aspekte wie Sicherheit, Qualität, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit in die Entscheidung ein.
Die ausgezeichneten Entwicklungen spiegeln die aktuellen Herausforderungen und Trends der Branche wider. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Künstliche Intelligenz, Digitalisierung, Elektromobilität sowie neue Ansätze für Reparatur, Wiederverwendung und Kreislaufwirtschaft.
Michael Johannes, Brandmanager Automechanika bei der Messe Frankfurt, hob am Dienstag bei der Preisverleihung die Bedeutung praxisnaher Innovationen hervor: "Eine Idee wird dann zur Innovation, wenn sie in der Praxis einen Unterschied macht: wenn sie Abläufe verbessert, Ressourcen schont, neue Möglichkeiten eröffnet oder ein konkretes Problem löst. Die Einreichungen zeigen eindrucksvoll, wie aktiv die Branche den Wandel gestaltet – mit Lösungen für Werkstätten, Handel, Industrie und die Mobilität von morgen. Gerade in Zeiten der Transformation ist es umso wichtiger, diesen Innovationen Sichtbarkeit zu geben und die Akteure der Branche miteinander zu vernetzen."
KI, Robotik und Digitalisierung prägen Wettbewerb
Zu den prämierten Lösungen gehören Technologien, die Werkstatt- und Serviceprozesse grundlegend verändern könnten. Die Jury zeichnete unter anderem einen autonomen Fahrzeuginspektionsroboter sowie einen KI-gestützten Diagnoseassistenten aus.
Auch digitale Systeme für die Rücknahme und Bewertung gebrauchter Fahrzeugteile zählten zu den Gewinnern. Solche Anwendungen sollen die Effizienz im Werkstattalltag erhöhen und zugleich die Wiederverwendung von Komponenten fördern.
Nachhaltigkeit wird zum Erfolgsfaktor
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Lösungen, die Ressourcen schonen und Produktlebenszyklen verlängern. Dazu gehören Verfahren zur Wiederaufbereitung von E-Antriebsmotoren sowie besonders langlebige Bremsscheiben für den Independent Aftermarket.
Die ausgezeichneten Konzepte zeigen, dass Nachhaltigkeit zunehmend zum wirtschaftlichen Erfolgsfaktor wird. Neben ökologischen Vorteilen versprechen viele der Innovationen auch geringere Kosten und eine bessere Teileverfügbarkeit.
Green Award für Batteriereparatur-Konzept
Den Green Award 2026 erhielt Autocraft für das Projekt "Autocraft REVIVE® EV Battery Workshops". Das Konzept ermöglicht die Reparatur und Wiederaufbereitung von Hochvoltbatterien und adressiert damit eine der zentralen Herausforderungen der Elektromobilität. Nach Angaben der Jury trägt die Lösung dazu bei, Ressourcen einzusparen, Emissionen zu reduzieren und nachhaltige Geschäftsmodelle im Aftermarket skalierbar umzusetzen.
Gewinner-Produkte auf der Messe erlebbar
Die prämierten Innovationen werden gemeinsam mit den nominierten Produkten in einer interaktiven Sonderschau im Innovation4Mobility-Areal in Halle 3.0 präsentiert. Zudem stellen die Gewinner ihre Lösungen am 10. September auf der Innovation4Mobility-Bühne der Fachöffentlichkeit vor.