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Aftermarket: Apollo kauft Tenneco

DRiV Motorparts hat die Strategie für den Aftermarket in Europa in einer virtuellen Pressekonferenz erläutert.
© Foto: DRiV

Nach den bereits am 23. Februar öffentlich gemachten Übernahmeplänen von Tenneco durch den Finanzinvestor Apollo gab DRiV Motorparts einen Überblick zur Strategie im Aftermarket.


Datum:
21.03.2022
Autor:
Dietmar Winkler/asp AUTO SERVICE PRAXIS
Lesezeit: 
4 min
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In einer virtuellen Pressekonferenz hat das Führungsteam von DRiV Motorparts die Strategie für den Aftermarket in Europa erläutert. Audrey Harling, Group Vice President und General Manager DRiV Motorparts EMEA, ging unter anderem auf die Übernahme von Tenneco durch den Finanzinvestor Apollo ein. Bereits am 23. Februar gab Tenneco den 7-Milliarden-Dollar-Deal bekannt.

"Wir erwarten keine spürbaren Veränderungen für unsere Kunden, wir erwarten nach der erfolgten Übernahme weiterhin Business as usal", sagte Harling zu dem Deal, der vermutlich in der zweiten Jahreshälfte 2022 abgeschlossen werden soll.

Tenneco werde weiterhin unter dem Namen und der Marke Tenneco operieren und seine globale Präsenz aufrechterhalten. Tenneco ist einer der weltweit führenden Entwickler, Hersteller und Vermarkter von Automobilprodukten für die Erstausrüstung und den Aftermarket mit einem Umsatz von zuletzt 18 Milliarden US-Dollar (2021) und etwa 71.000 Mitarbeitern an rund 270 Standorten.

Im Geschäftsbereich Motorparts, einer von insgesamt vier Bereichen neben Performance Solutions, Clean Air und Powertrain, ist auch das Aftermarket-Geschäft mit der Marke DriV angesiedelt. Das Aftermarket-Geschäft umfasst mehrere Marken, darunter Monroe, Ferodo, Walker, Champion oder Moog. Rund 36 Prozent des Umsatzes erzielt DRiV in Europa, 41 Prozent in Nordamerika. Derzeit gebe es auch keine Pläne mehr, DRiV als eigenständiges Unternehmen aus Tenneco herauszulösen.

Gut auf Veränderungen im Fahrzeugmarkt vorbereitet 

Massimiliano Milani, Director EMEA Marketing, erklärte in seinem Ausblick auf die Markenstrategie: "DRiV ist gut vorberiet auf die Veränderungen im Fahrzeugmarkt, auch auf die Elektrifizierung der Flotte. Dies spiegelt sich in unserem Produktportfolio wieder." Als Beispiel nannte er die intelligenten Stoßdämpfer von Monroe, die sich an die jeweiligen Straßen-Verhältnisse anpassen. Dieses System sei wegen des hohen Batteriegewichtes auch besonders für E-Fahrzeuge geeignet um den Fahrkomfort zu erhöhen. Dies sei auch für den Aftermarket ein spannendes Thema, so Milani. Auch bei den Modellen von Tesla sei man im Geschäft: Ersatzteile für das Fahrwerk gebe es bereits für das Model S von Tesla. Model 3 und Model X seien in Vorbereitung. Investition in Technologie spiele eine Schlüsselrolle für den Erfolg der Marken. "Alle unsere Marken sind Nummer eins oder Nummer zwei in den jeweiligen Märkten", betonte Milani.

Zur Herausforderung, das Produktportfolio auf die Elektromobilität vorzubereiten, sagte Mario Gundlach, Managing Director DACH bei DRiV: "Der Verbrennungsmotor wird uns noch lange begleiten, so dass sich auch noch Investition in dem Feld lohnen. Gleichzeitig schaffen wir ein Standbein für die Elektrifizierung. Diesen Spagat wollen wir hinbekommen, das ist ein fließender Übergang."

Strategisch wolle man die Markenbekanntheit der unterschiedlichen Marken weiter steigern, erklärte Marketing Director Stefan Essmann: "Viele Anwender wissen gar nicht, dass Moog und Monroe vom gleichen Lieferanten kommen, hier müssen wir noch besser in der Kommunikation werden. Jede Marke ist zwar für sich bekannt aber die Zahnräder greifen noch nicht zusammen."

Ob Tenneco mit einem eigenen Stand auf der Automechanika vertreten sein wird, sei derzeit noch nicht entschieden. Die Planung für die Messe sei noch nicht abgeschlossen, hieß es.

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