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TÜV-Report 2022: Fahrwerk im Fokus

Der Fachmann weiß: Wenn es vorne klackert, ist es meistens die Koppelstange.
© Foto: TÜV SÜD

Mängel an Fahrwerken werden im Rahmen der Hauptuntersuchung am häufigsten von Sachverständigen beanstandet. Das geht aus einer Sonderauswertung des aktuellen TÜV-Reports durch die Spezialisten von TÜV SÜD hervor.


Datum:
18.03.2022
Autor:
asp
Lesezeit: 
3 min
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Das Fahrwerk gehört zu den Fahrzeugkomponenten mit den meisten Mängeln - das ergibt eine Sonderauswertung der Zahlen aus dem aktuellen TÜV-Report durch TÜV SÜD-Spezialisten. "Komfort, Sicherheit, Kosten - das ist das Dreieck, das Fahrwerksentwickler ständig austarieren müssen. Fahrwerke sind komplexe Komponenten", sagt René Babick aus dem Team der technischen Leitungen bei TÜV SÜD und fügt hinzu: "Ein unachtsamer Umgang, Bordsteinrempler oder mangelnde Wartung machen sich schnell bemerkbar."

Dementsprechend beanstanden die Sachverständigen Mängel an den Fahrwerkskomponenten bei der Hauptuntersuchung mit am häufigsten. Neben der zunehmenden Komplexität der Fahrwerke sind weitere Gründe vor allem das stetig steigende Gewicht der Fahrzeuge und die daraus resultierende Notwendigkeit, auch an den Achsen Leichtbaukomponenten einzusetzen. René Babick: "Unachtsamer Umgang oder mangelnde Wartung schlagen sich schnell in einem Verlust an Performance und Sicherheit nieder. Autofahrer können aber vorbeugen: durch eine schonende Fahrweise und regelmäßige Wartung."

Die häufigste Ursache von Schäden an der Achse und ihren Komponenten ist der grobe Kontakt mit Bordsteinen. "Das schadet nicht nur Reifen und Felgen, sondern beispielsweise auch Kugelgelenken am Querlenker und an den Spurstangen", sagt Babick. Weil die Reifen immer flacher geworden sind, während Bordsteine ihre Höhe behalten haben, nehmen Schäden hier weiter zu. "Mit flachen Reifen kommen die Felgen schnell mit der Bürgersteigbegrenzung in Kontakt. Die Stöße sind entsprechend härter", so der TÜV SÜD-Experte. Weitere Belastungen gehen auf Schlaglöcher oder Geländefahrten zurück. Allradantrieb und Sperrdifferential suggerieren bei manchen Autos besondere Geländetauglichkeit. Auch wenn man mit diesen Modellen leichter über schlechte Wege kommt: "Niemand sollte glauben, dass häufiges Fahren unter solchen Bedingungen spurlos an der Radaufhängung vorbeigeht." Manche Hersteller schreiben für Autos, die häufig außerhalb befestigter Straßen gefahren werden, kürzere Wartungsintervalle vor.

TÜV SÜD Division Mobility
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Tel. 0 89/57 91-23 20
Fax -23 81
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Tel. 07 11/7 82 41-2 51
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