Mazda: Vier Rückrufaktionen

Auch der Mazda3 ist von Rückrufaktionen betroffen.
© Foto: Mazda

Mazda arbeitet momentan vier aktuelle Rückrufaktionen ab. Betroffen sind europaweit über 79.000 Fahrzeuge der Modelle 3, MX-5, CX-5 und 6.


Datum:
04.07.2019

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Mazda hat aktuell vier Rückrufaktionen angekündigt. Volumenmäßig umfasst ein Problem der Motorsteuergeräte der Modelle 3 (BP), CX-5 (KF) und 6 (GL) mit europaweit 57.896 Einheiten aus dem Produktionszeitraum 20.06.2017 bis 23.05.2019 die meisten Fahrzeuge. Bei den Motorsteuergeräten (PCM) kann die Software, die den hydraulischen Ventilspielausgleich steuert, beim Übergang von der Zylinderabschaltung in den Normalbetrieb während der Fahrt fehlerhaft arbeiten. Infolgedessen kann ein Kipphebel des Einlassventils aus der Position geraten und mit inneren Motorteilen in Kontakt kommen. Es besteht die Gefahr von Fehlzündungen des Motors und Leistungsverlust.

In der Werkstatt erfolgt die Aktualisierung der Motorsteuerung auf den letzten Stand der Produktion. Noch offen ist die Anzahl der betroffenen Fahrzeuge in Deutschland. 

Radmuttern

Beim Mazda3 (BP), gebaut vom 06.11.2018 bis 19.04.2019, besteht die Möglichkeit, dass das Anzugsdrehmoment der Vorder- und Hinterradmuttern nicht korrekt ausgeführt wurde. Folglich können sich die Vorder- und Hinterradmuttern von europaweit 18.277 Fahrzeugen (5.171 in Deutschland) lösen.

Die Mazda-Partner werden über die anstehende Rückrufinformation informiert und aufgefordert, die entsprechenden Fahrzeuge schnellstmöglich nachzuarbeiten. Die entsprechenden Fahrzeugidentifikationsnummern lauten JMZ BP**** 01 100060 - 119193.

Sicherheitsanzeigen

Des Weiteren kann beim Mazda3 (BP) die Anzeigenleuchte für die Deaktivierung des Beifahrerairbags fälschlicherweise erlöschen, wenn der Beifahrerairbag deaktiviert ist. Zudem kann die Gurtzustandsanzeige des Beifahrersitzes erlöschen, wenn der Beifahrer-Sicherheitsgurt gelöst ist. Außerdem können die Sicherheitsgurtzustandsanzeigen der Rücksitze unabhängig vom tatsächlichen Zustand fälschlicherweise ausgeschaltet werden.

Auswirkungen auf den Betrieb des Airbag-Systems gibt es laut Mazda nicht. Falsche Informationen können dazu führen, dass der Fahrer und die Fahrgäste unangemessen auf die Warnleuchten reagieren, wodurch sich das Sicherheitsrisiko erhöht. Beispielsweise wenn der Fahrer nicht weiß, dass die Fahrgäste auf dem Rücksitz während der Fahrt nicht angeschnallt sind.

In der Werkstatt erfolgt der Austausch der Anzeigeeinheit durch eine modifizierte Einheit mit verbesserter Software. Betroffen sind deutschlandweit 3.847 Fahrzeuge, europaweit umfasst der Rückruf rund 12.099 Einheiten aus dem Bauzeitraum 06.11.2018 bis 07.03.2019, die entsprechenden FIN-Nummern lauten JMZ BP**** 01 100060 - 112469.

Unterbodenabdeckung

Letztlich kann bei europaweit 2.817 Mazda-Fahrzeugen des Modells MX-5 (ND), gebaut vom 26.05. bis 06.07.2015, die Festigkeit der Schweißnähte, die die Aluminium-Unterbodenabdeckung und die Aluminiumhalterung verbinden, unzureichend sein. Dadurch ist es möglich, dass sich die Aluminium-Unterbodenabdeckung und die Aluminiumhalterung während der Fahrt vom Fahrzeug lösen. In Deutschland geht es um 1.071 Fahrzeuge. Der entsprechende FIN-bereich lautet JMZ ND**** 10 100080 – 102916.

In der Werkstatt werden die entsprechenden Unterbodenabdeckungen der betroffenen Fahrzeuge innerhalb einer Arbeitszeit von 0,4 Stunden ausgetauscht. Die Fahrgestellnummer eines jeden betroffenen Fahrzeugs ist in den Mazda Systemen vermerkt und kann von Mazda Partnern und auch freien Werkstätten hinsichtlich des Status überprüft werden. Bei Eingabe der Fahrgestellnummer wird diese Aktion als "offen" angezeigt. Wenn die Aktion durchgeführt und abgerechnet wurde, wird diese nicht mehr als "offen" angezeigt. (tm)


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