Der Zoll ermittelt gegen eine Tuning‑Werkstatt im Rems‑Murr‑Kreis wegen mutmaßlich illegal eingeführter Fahrzeuge aus Großbritannien und der Schweiz. Zwei zerlegte Autos ohne Zollpapiere führten jetzt zu einem Steuerstrafverfahren und Nachforderungen. Ein weiteres Fahrzeug ist noch verschwunden.
Nach Angaben der Behörden soll der Unternehmer teure Fahrzeuge aus Großbritannien und der Schweiz ohne ordnungsgemäße Einfuhr in die EU gebracht und zerlegt haben. Zudem fordert der Zoll nachträgliche Einfuhrabgaben in Höhe von 16.500 Euro.
Bei einer unangekündigten Kontrolle entdeckten Zollbeamte in der Werkstatthalle einen Sportwagen und eine Limousine, die bereits in Einzelteile zerlegt waren. Für beide Fahrzeuge konnte der Betreiber keine Zollunterlagen vorlegen. Nach eigenen Angaben befanden sich die Fahrzeughalter wieder in ihren Herkunftsländern. Zudem seien bereits neue Fahrzeugteile eingebaut worden.
Fahrzeuge galten als Nicht‑Unionswaren
Beide Autos waren außerhalb der Europäischen Union zugelassen. Da sie vorschriftswidrig in die EU eingeführt worden sein sollen, stuften die Behörden sie als sogenannte Nicht‑Unionswaren ein. In solchen Fällen müssen Fahrzeuge beim Zoll angemeldet und verzollt werden. Da dies offenbar nicht geschehen war, ordneten die Behörden eine Nachverzollung an.
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Drittes Fahrzeug weiterhin Gegenstand der Ermittlungen
Ursprünglich hatten die Zollkontrolleure die Werkstatt wegen eines weiteren Fahrzeugs aufgesucht. Dieses war zuvor als defektes Auto aus der Schweiz zur Einfuhr angemeldet worden. Laut Zoll wurde der Wagen jedoch auch Wochen später nicht beim zuständigen Zollamt vorgeführt. Der Verbleib des Fahrzeugs ist weiterhin unklar und Teil der laufenden Ermittlungen.