Repanet Next Generation: Aktive Hilfe bei Nachfolge-Regelung

Ende Juni endete die dritte Staffel "Next Generation" erfolgreich für alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen.
© Foto: Repanet e.V.

Das Programm "Next Generation" des von Standox gegründeten Werkstattnetzwerks Repanet unterstützt Karosserie- und Lackierbetriebe beim Generationswechsel – mit nachhaltigem Erfolg.

Probleme beim Generationswechsel sind keine Seltenheit. Sei es, dass der Senior nicht loslassen kann oder der Junior mit der neuen Verantwortung überfordert ist – ein Stabwechsel ist mit vielen Herausforderungen verbunden. Das Unternehmens-Nachfolgeprogramm "Next Generation" von Repanet wurde gezielt für Karosserie- und Lackierbetriebe entwickelt. Zielgruppe sind nicht nur Familienbetriebe, bei denen die Geschäftsführung in die Hände der nächsten Generation gelegt wird, sondern auch Betriebe, bei denen der Nachfolger kein Verwandter des Seniorchefs ist.

Breite Wissensvermittlung

"Next Generation" begleitet, berät und unterstützt sowohl Junior- als auch Seniorchefs bereits seit neun Jahren in der schwierigen Übergangsphase. Erst kürzlich ging die dritte Staffel erfolgreich zu Ende. Insgesamt zehn Junioren aus ganz Deutschland wurden Ende Juni auf der Abschlussveranstaltung am Schwielowsee in Potsdam mit dem Zertifikat "Unternehmensführung" ausgezeichnet. Kurz zuvor mussten sie in einer Abschlussprüfung ihr erlerntes Wissen aus den Fachbereichen Recht, BWL & Finanzplanung, Kommunikation & Rhetorik, Marketing sowie Akquisition unter Beweis stellen – mit Erfolg: Alle Teilnehmer haben bestanden.

Erfahrungsaustausch pur

Neben dem fachlichen Input bietet das Nachfolgeprogramm den Teilnehmern aber auch eine einzigartige Plattform für einen intensiven Erfahrungsaustausch in vertraulicher Atmosphäre. Der Kontakt bleibt dabei oftmals über die Veranstaltungsdauer von zwei Jahren bestehen. Tabea Rasner vom Rasner Karosserie Fachbetrieb in Willingshausen beispielsweise ist Teilnehmerin der ersten Staffel. Sie ist von dem Konzept überzeugt: "Der Übergabeprozess läuft nicht überall so reibungslos wie bei uns. Bei 'Next Generation' werden Probleme offen angesprochen und diskutiert. Das war für viele sehr hilfreich." Die ausgebildete Handwerksmeisterin hatte auf einer Repanet-Veranstaltung von dem Angebot gehört und 2009/2010 am Programm teilgenommen. "Noch heute tausche ich mich regelmäßig mit den anderen Kandidaten von damals aus. Wir geben uns gegenseitig Tipps, wie sich Konflikte lösen oder gar vermeiden lassen."

Tabea Rainer und Manuel Fehr berichten aus der Praxis

Ihr genereller Rat: "Eine offene Kommunikation zwischen Senior und Junior ist das A und O, genauso wie eine schrittweise Übergabe, damit sich beide nach und nach an die neue Situation gewöhnen können." Sie spricht aus eigener Erfahrung: "Mein Vater hat mich im Laufe der Jahre immer stärker mit eingebunden, bis ich dann vor drei Jahren die Geschäftsleitung übernommen habe." Seit 2014 führt Tabea Rasner den Familienbetrieb in alleiniger Verantwortung. Ihr Vater Heinrich Rasner arbeitet aber nach wie vor im Unternehmen und steht ihr bei Bedarf unterstützend zur Seite.

Manuel Fehr von der Fehr Lackierungen GmbH in Ravensburg war ebenfalls in der ersten Staffel dabei. Er und sein Vater leiten den Betrieb derzeit noch gemeinsam, wobei Manuel einen der drei Geschäftsbereiche bereits alleine führt. Auch er ist von dem Nachfolgeprogramm begeistert. "Dank des Repanet-Angebots stehen Junior und Senior nicht alleine mit ihren Problemen und offenen Fragen da, sondern können sich Tipps und Ratschläge von Gleichgesinnten holen – oder einfach mal ordentlich Dampf ablassen."

Während der Stabwechsel bei Manuel Fehr und seinem Vater sehr harmonisch abläuft, weiß er durch die vielen Gespräche mit anderen Junioren, dass das nicht die Regel ist. "Manchen Seniorchefs fällt es schwer, Verantwortung abzugeben und den Junior in Entscheidungen mit einzubeziehen. Dabei ist das gerade in Bezug auf langfristige Investitionen sehr wichtig. Hier sollte der Nachwuchs definitiv ein Recht auf Mitsprache haben." Diesen und andere Tipps teilt der Ravensburger auch heute noch gerne mit den Teilnehmern von damals. Schließlich tauchen auch nach Abschluss des Programms immer mal wieder Herausforderungen auf, bei denen der Beistand anderer, bereits vertrauter Personen sehr hilfreich sein kann. Er und Tabea Rasner sind sich daher einig: "Genau dieser langfristige Erfahrungsaustausch macht Next Generation so wertvoll und nachhaltig."

"Programm unbedingt fortführen"

Auch Margarita Debos (projektverantwortlich) und Thorsten Krebs (operativer Projektmanager) sind dieser Meinung: "Das Programm muss nach nunmehr drei Staffeln in neun Jahren unbedingt fortgeführt werden." Weitere Informationen zu "Next Generation" gibt es im Repanet Service Center unter der Telefonnummer 02378/9188-0. (bk)

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