Alcar erweitert das RDKS-Diagnosegerät CUB Gen4Lite mit einem Software-Update. Bevor die neuen Funktionen genutzt werden können, muss die Software des Geräts aktualisiert werden. Dafür brauchen Werkstätten einmalig den neuen "Gen4Lite Auto Updater Alcar". Die bislang verwendete Update-Software von CUB funktioniert dafür laut Unternehmen nicht mehr. Ist dieser Schritt erledigt, können spätere Aktualisierungen wieder über WLAN auf das Gerät gespielt werden.
Einsatz jetzt auch bei Trucks und Trailer
Bislang lag der Schwerpunkt des Gen4Lite auf Pkw. Nach dem Update kann das Gerät auch bei Trucks und Trailern eingesetzt werden. Werkstätten können dort verbaute RDKS-Sensoren auslesen und programmieren. Interessant ist das beispielsweise für Betriebe, die neben Pkw auch Transporter, Nutzfahrzeuge oder Anhänger betreuen.
Neu ist die Funktion "Find Protocol". Dahinter steckt vereinfacht gesagt eine automatische Sensorsuche. Weiß der Mechaniker bei einem Trailer nicht, welcher RDKS-Sensor verbaut ist, probiert das Gerät nacheinander verschiedene Protokolle aus. Sobald das passende gefunden ist, erkennt das Diagnosegerät den Sensor. Dafür muss laut Alcar der Reifen nicht demontiert werden.
Hat das Gerät den passenden Sensortyp erkannt, kann die Werkstatt direkt in die Programmierung wechseln. Bei Bedarf lässt sich auch ein Ersatzsensor mit den Daten des vorhandenen OE-Sensors erstellen. Die häufig erfolgreich gefundenen Protokolle merkt sich die Software und prüft diese bei künftigen Suchvorgängen früher. Dadurch soll die Suche schneller werden.
Einfacheres Anlernen bei Mitsubishi, Ford und Suzuki
Auch das sogenannte OBD-Relearn wird bei einigen Fahrzeugen einfacher. Gemeint ist damit das Anlernen der RDKS-Sensoren an das Fahrzeug. Betroffen sind ausgewählte Modelle von Mitsubishi, Ford und Suzuki. Statt Sensoren während des Vorgangs mehrfach aktivieren zu müssen, reicht künftig eine einmalige Aktivierung in der vorgeschriebenen Reihenfolge. Für diese vereinfachte Anlernfunktion müssen sowohl das RDKS-Gerät als auch das OBD-Modul auf dem richtigen Softwarestand sein, Alcar nennt hier die Tool-Versionen 1.73 beziehungsweise 1.74 sowie Version 5.15 für das OBD-II-Modul.
Auch ältere Geräte können profitieren
Die Erweiterungen sind nicht ausschließlich Geräten vorbehalten, die direkt von Alcar stammen. Auch geeignete CUB-Gen4-Geräte aus anderen Bezugsquellen können für die neuen Funktionen freigeschaltet werden. Dafür benötigt Alcar die Seriennummer und prüft anschließend, ob eine Freischaltung möglich ist.