ASA-News: Neue Anforderungen an Karosserie-Arbeitsplätze

Materialmixe im Karosseriebau verändern die Unfallreparaturverfahren in der Werkstatt.
© Foto: Adobe.Stock.com/industrieblick

2019 treten neue und anspruchsvolle Regeln für einen effektiven unfall- und Gesundheitsschutz in der Werkstatt in Kraft. Experten im ASA-Verband stehen bei Fragen zur Umsetzung der neuen Vorgaben gerne beratend zur Seite.


Datum:
03.01.2019

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Materialmixe im Karosseriebau sind heute fester Bestandteil der Automobilproduktion. Mit dem Ziel, bei Fahrzeugkarosserien und Komponenten möglichst viel Gewicht einzusparen, haben alle Automobilhersteller in den letzten Jahren versucht, den CO2-Ausstoß der Fahrzeuge immer weiter abzusenken, berichtet der ASA-Verband. Diese Bemühungen haben gerade den Karosseriebau sowie die Unfallreparaturverfahren in den Werkstätten stark verändert. Eine moderne Karosserie besteht aus einem Mix von Stählen unterschiedlicher Festigkeit mit ebensolchen Legierungen. Aluminium wird mit Kunststoff verbunden und Frontscheiben tragen wesentlich zur Steifigkeit des Gesamtfahrzeugs bei.

Das Ergebnis: Die Fügeverfahren, mit denen die unterschiedlichen Werkstoffe verbunden werden, sind vielfältig, in der Hand­habung aufwändig und erfordern in der Werkstatt besonderes Know-how. Kenntnisse nicht nur im technischen Umgang, sondern auch für den optimalen Schutz der Mitarbeiter am Arbeitsplatz bei der Anwendung unterschiedlicher Fügeverfahren. Die neuen und anspruchsvollen Regeln für einen effektiven Unfall- und Gesundheitsschutz in der Werkstatt fasst die DGUV 109-009 zusammen, die 2019 in Kraft tritt.

ASA-Beirat und Vorstandsmitglied Jürgen Spieker hat an den DGUV-Regeln mitgearbeitet. "Besonders beim Schweißen und Schleifen der neuen Materialen sowie der Verwendung der Fügetechniken wie Kleben müssen Werkstattunternehmer höhere Anforderungen beim Gesundheitsschutz beachten", sagt Spieker. Das gelte vor allem für das Absaugen von Schweißgasen und Dämpfen, die beim Kleben von Scheiben, aber auch Karosserieteilen entstehen.

Teil der neuen DGUV-Regeln sind auch Vorgaben zur Handhabung von Werkzeugen für die Reparatur von Stahl- und Alu-Komponenten. „Werden Werkzeuge nicht sorgfältig getrennt aufbewahrt und nach jedem Arbeitsgang gereinigt, besteht die Gefahr von Kontaktkorrosion. Einfache Handhabungsfehler in der Werkstatt können dann Fehler in der Auftragsausführung verursachen", so Spieker weiter. Die neue DGUV nimmt zu allen Arbeitsprozessen in der Karosserie- und Lackwerkstatt Stellung. "Unternehmer tun im eigenen Interesse gut daran, wenn sie die neuen Regeln umsetzen. Die Experten im ASA-Verband stehen gerne beratend zur Seite, wenn ­Fragen zu Karosseriearbeitsplätzen bestehen", sagt Jürgen Spieker abschließend. (asp)


Die ASA-News sind regelmäßig erscheinende Mitteilungen des ASA-Verbands (Bundesverband der Hersteller und Importeure von Automobil-Service Ausrüstungen e. V.).

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