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ASA-Verband: Gesetze sorgen für Investitionen

Der ASA-Vorstand freut sich über die hohe Nachfrage nach Werkstatt-Equipment.
© Foto: Armin Wutzer

Beim traditionellen Pressegespräch stellte der Bundesverband der Hersteller und Importeure von Automobil-Service-Ausrüstungen (ASA) aktuelle Absatzzahlen aus dem Bereich Werkstattausrüstung vor. Auch 2019 sorgen gesetzliche Vorgaben für weitere Investitionen.


Datum:
15.11.2018
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Von Valeska Gehrke/asp AUTO SERVICE PRAXIS

"Wir haben letztes Jahr gesagt, wir erwarten ein gutes Jahr 2018, aber es wurde ein sehr gutes Jahr 2018", sagte ASA-Präsident Frank Beaujean in Frankfurt. Angetrieben durch gesetzliche Vorgaben wie die HU-Bremsenrichtlinie von 2011, die Wiedereinführung der Abgasmessung am Endrohr oder die HU-Scheinwerferprüfrichtlinie sind die Absatzzahlen vor allem bei Bremsprüfständen, Abgasmesssystemen und Scheinwerfereinstellprüfgeräten gestiegen. In einigen Produktgruppen seien Zahlen erreicht worden, die man sich vor ein paar Jahren so nicht hätte vorstellen könnten, erklärte Beaujean und nannte beispielhaft die Anzahl von 10.000 verkauften Scheinwerfereinstellprüfgeräten deutschlandweit 2018. Aber auch der Bereich Klimaservice blieb auf einem hohen Niveau, so gab es keinen Einbruch bei R134a-Geräten. Dennoch sei das Budget der Betriebe natürlich endlich, daher seien Investitionen in anderen Bereichen wie Montieren oder Wuchten zurückgestellt worden.

Für das Jahr 2019 erwartet der ASA-Präsident weiteres Wachstum, vor allem durch Investitionen in Abgasmessgeräte für Euro 6/IV-Fahrzeuge. Denn ab 1.1.2019 gelten neue Genauigkeitsanforderungen für Abgasmessgeräte. Insgesamt seien knapp 50.000 Abgasmessgeräte im Markt, erklärte Harald Hahn, Leiter des Fachbereichs Diagnose- und Abgasmessgeräte. "Davon entspricht nach unseren Kenntnissen circa ein Drittel der Genauigkeitsklasse 0. Etwa 45 Prozent wurden als Klasse 1 Geräte in Verkehr gebracht und sind auf Klasse 0 umrüstbar. 25 Prozent sind nicht umrüstbare Klasse 1 Geräte", so Hahn weiter. Der Vize-Präsident wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Geräte mit Genauigkeitsklasse 1 auch nach dem 1.1.2019 eingeschränkt weiter verwendet werden dürfen, allerdings nur mit einer Leitfaden 5 Revision 01 Software zur AU-Prüfung von Fahrzeugen bis einschließlich Euro 5/V. Zur Unterstützung hat der ASA-Verband gemeinsam mit den Mitgliedsunternehmen eine Geräteliste aller Anbieter mit Hinweisen zu Genauigkeitsklassen und Umrüstmöglichkeiten erstellt, die demnächst auf der Homepage des ASA-Verbands veröffentlicht werden soll. Ab 2019 gilt zudem die Kalibrierpflicht für Abgasmessgeräte. Dennoch müssten Geräte auch weiter geeicht werden. "Der ASA-Verband spricht sich eindeutig gegen eine Doppelbelastung der Werkstattunternehmer durch Eichen und Kalibrieren aus. Lösen kann diesen Konflikt allerdings nur die Politik", erklärte Hahn.

Volle Auftragsbücher

Auch im Bereich Bremsprüfstände blickt der ASA-Verband optimistisch ins Jahr 2019 und erwartet weiter volle Auftragsbücher für die Bremsprüfstandhersteller. "Es wird dann aber noch sehr spannend, wie sich die einzelnen Firmen auf die Zeit nach dem Bestandschutz vorbereitet haben", gab ASA-Präsident Frank Beaujean zu bedenken. Denn laut HU-Bremsenrichtlinie von 2011 läuft der Bestandschutz Ende 2019 aus. Kfz-Werkstätten, die weiter die HU durchführen möchten, müssen bis dahin einen richtlinienkonformen Bremsprüfstand vorweisen können. "Bis Ende 2019 werden nach Einschätzung des Verbandes insgesamt über 40.000 Bremsprüfstände durch neue Anlagen ausgetauscht worden sein", so Herbert Kallinich, Leiter des Fachbereichs Prüfstände. Umrüstungen bestehender Anlagen sind dabei nicht berücksichtigt. Werkstätten, die sich für eine solche Nachrüstlösung entscheiden, sollten vorher Kontakt mit dem Bremsprüfstandshersteller aufnehmen, um Fragen zur Bauartzulassung und den Servicefall zu klären. Positives konnte Kallinich auch über die Branchenlösung zur Kalibrierung von Bremsprüfständen berichten, die in Zusammenarbeit mit der Esz AG entstand. Allein 2017 wurden mehr als 10.000 Bremsprüfstände kalibriert, in 2018 sollen bis zu 20.000 Kalibrierungen realistisch sein.

Weniger optimistisch sind die Aussichten für das nächste Jahr im Export. "2019 könnte das erste Jahr werden, in dem die protektionistischen Tendenzen tatsächlich zu Einbußen führen könnten", so die Einschätzung von Beaujean. Im Inland blieben zudem die Fusionen im Teilgroßhandel nicht ohne Folgen. "Wir erwarten einen Margendruck, der sich 2019 noch aufbauen und 2020 verschärfen wird", so Beaujean.


Mehr zum ASA-Pressegespräch lesen Sie in der asp AUTO SERVICE PRAXIS 12/2018, die am 14. Dezember 2018 erscheint.

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