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Thermosensoren für vorausschauendes Fahren: Die Sicherheitsgurte von morgen

Adasky entwickelt und produziert sogenannte Thermosensoren, die in allen Wetterlagen funktionieren müssen.
© Foto: Adasky

Eine Sensortechnik allein macht noch kein sicheres Auto. Wo Lidar und Radar nicht genügen helfen, Langwellen-Infrarotsensoren. Vor allem dann, wenn die Situation schwierig wird.


Datum:
12.01.2022
Autor:
Susanne Roeder/SP-X
Lesezeit: 
4 min
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Um maximale Sicherheit zu erreichen, brauchen Fahrzeuge immer mehr und immer bessere Sensoren. Das israelische Unternehmen Adasky entwickelt und produziert sogenannte Thermosensoren, die in allen Wetterlagen funktionieren müssen. Das Start-up hat ein Patent auf die intern entwickelte "Shutterless"-Technologie, was so viel heißt, dass die Linse der kleinen Kamera im Dauerbetrieb ist und niemals schläft.

Thermische Kameras mit Langwellen-Infrarot-Sensorik sind eine wichtige Ergänzung zu Lidar und Radar. Besonders nachts und bei schlechtem Wetter, bei Blenden durch starken Sonneneinfall, Fernlicht oder andere schlechte Lichtbedingungen entwickeln sie ihre Stärken bei fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen (ADAS). Laut Adasky kann die intelligente Langwellen-Infrarotkamera (LWIR)"Viper" durch die genannten widrigen Verkehrsbedingungen sozusagen hindurchsehen.

Für den richtigen Durchblick

Zwar liefern Tageslichtkameras, Radare und Lidar wertvolle Hilfen bei autonomen Notbremsvorgängen (AEB) und anderen ADAS-Systemen, sie können aber immer noch nicht lückenlos sehen. Hier springt die Langwellen-Infrarotkamera ein und füllt für den Fahrer oder das selbstfahrende Auto tote Winkel und blinde Flecken mit Bildern aus. Sei es zum Beispiel ein vor einem Bus vorspringender Mensch, den das menschliche Auge noch nicht sieht, und auch nicht die anderen Systeme an Bord. Die LWIR-Kamera kann das mit ihren präzisen thermischen Erkennungsmöglichkeiten und den Bildern, die sie in jedweder Umgebung produziert.

Thermische Kameras mit Langwellen-Infrarot-Sensorik sind eine wichtige Ergänzung zu Lidar und Radar.
© Foto: Adasky

Adasky habe mit der Viper-Kamera die Wärmebildtechnik neu erfunden und von einer veralteten Infrarot-Bildgebungstechnologie in eine intelligente Kamera überführt, erläutert der Nordamerikachef des Unternehmens, Bill Grabowski. Sie seien die nächsten Sicherheitsgurte. Die Kamera bediene sich Künstlicher Intelligenz (KI) und entspreche den Anforderungen der Automobilindustrie für automatisiertes Fahren. Geringer Stromverbrauch und unterbrechungsfreier Betrieb der Kamera seien weitere Faktoren. "Es ist das einzige System seiner Art, dem keine Echtzeitdaten des Fahrgeschehens entgehen", betont Grabowski.

Insbesondere Premiumhersteller wie Audi, BMW, Cadillac, Lexus oder Mercedes sind die Kunden dieser Technologie. Seit 2021 gehört auch Jeep dazu. Die Kosten liegen derzeit bei rund 100 US-Dollar pro Sensor. 

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