Mit der Classic Alliance baut die Automechanika eine internationale B2B-Plattform auf, die Unternehmen, Werkstätten, Verbände und Dienstleister mit Klassik-Kompetenz vernetzt.
Oldtimer und Liebhaberfahrzeuge werden für den Aftersales zunehmend zum Geschäftsfeld. Mit der Classic Alliance baut die Automechanika Frankfurt deshalb eine internationale B2B-Plattform auf, die Unternehmen, Werkstätten, Verbände und Dienstleister mit Klassik-Kompetenz vernetzt. Neu ist auch die Verbindung dieser Plattform mit der weltweiten Classic-Szene. „Die Aufnahme des Geschäftsfelds Classic ist eine wichtige Ergänzung für den professionellen Markt und auch für die Zukunft des passionsgetriebenen Hobbys“, sagt Jürgen Book, Organisator des Oldtimer- und Classic-Car-Bereichs auf der diesjährigen Automechanika.
Das B2B-Netzwerk Classic Alliance richtet sich an Versicherer, Sachverständige, Händler oder Mobilitätszentren. Ziel ist es, Wissensstransfer, Qualität und Transparenz zu fördern sowie neue Geschäftsfelder zu erschließen. Vor allem soll sich eine Community bilden, die untereinander vernetzt ist.
„Das Classic-Segment ist weltweit stark atomisiert“, erläutert Book. „Anbieter, Experten und Dienstleister sind vielfach kleinteilig organisiert. Mit der Classic Alliance bündeln wir diese Kompetenzen und schaffen unter dem Dach der Automechanika eine Plattform für den professionellen Austausch.“ Zum Segment zählt die Messe dabei nicht nur klassische Oldtimer, sondern ebenso Youngtimer, Liebhaberfahrzeuge und Supercars.
Klassik in Halle 11.1
Auf dem Frankfurter Messegelände wird das Thema Classic in Halle 11.1 angesiedelt, bewusst in direkter Nachbarschaft zur Karosserie- und Lackbranche. Dort präsentiert die Classic Alliance ihre Netzwerkpartner und verweist sich als zentraler Anlaufpunkt für Fachbesucher. Gleichzeitig dient der Bereich auch als Schaufenster für die Kompetenzen des Netzwerks. Gezeigt werden Neuheiten für den Klassikbereich und eine Live-Restaurierung durch Jugendliche der Stiftung „Classic Mike“ aus den Niederlanden. Täglich um 16:30 Uhr bildet eine Happy Hour einen Rahmen für gute Gespräche und Austausch.
Ein wichtiger Bestandteil des Messekonzepts ist das tägliche Bühnenprogramm auf der Academy Stage am Classic-Alliance-Areal. Dort diskutieren internationale Fachleute aktuelle Entwicklungen der Branche. Themen sind die Preisentwicklung klassischer Fahrzeuge auf Auktionen, die zunehmende Bedeutung der Ersatzteilversorgung, die Nachwuchsgewinnung, die Fachkräfte in spezialisierten Werkstätten sowie die internationale Entwicklung der Klassikszene.
Eine wichtige Ergänzung
Book sieht die Classic Alliance ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu bestehenden Oldtimer-Publikumsmessen (B2C), sondern vielmehr als wichtige und auch für die Klassikszene notwendige Ergänzung. Die Klassikszene selbst lebt von Gemeinschaft und trifft sich bei Publikumsmessen wie beispielsweise der Bremen Classic Motors Show. Auch dort gibt es großes Interesse daran, das Kulturgut Automobil langfristig zu erhalten. Die Herausforderungen wie Nachwuchsgewinnung, Fachkräftemangel und Ersatzteilversorgung sind essenziell und deckungsgleich mit den Ambitionen der Classic Alliance.
Die Bündelung der Kräfte zwischen B2C und B2B macht daher viel Sinn. Umso mehr, da die Branche aktuell mit vielen anderen Themen beschäftigt ist, gilt es zu zeigen, dass hier ein Segment besteht, in dem es sich lohnt, sich zu positionieren. Während Publikumsmessen für die Szene begeistern, vernetzt die Classic Alliance die professionelle Seite des Marktes, um gemeinsam an den Zukunftsthemen zu arbeiten.
Netzwerk wächst
Zu den derzeit wichtigsten Partnern der Classic Alliance zählen Bosch, Lecon, DAT und Rowe sowie Vogtmann als Aussteller. Strategischer Partner ist die FIVA, der Weltverband der Oldtimerclubs. „Die FIVA ist in der internationalen Klassikszene hervorragend vernetzt, im Aftermarket aber weniger bekannt. Umgekehrt genießt die Automechanika im Aftermarket eine hohe Bekanntheit, in Teilen der Klassikszene jedoch weniger. Deshalb ergänzen wir uns sehr gut“, sagt Book. Weitere Netzwerkmitglieder sollen schrittweise über Newsletter sowie während der Messe vorgestellt werden. Auch die Besetzung der Bühnengespräche wird kontinuierlich ergänzt und im Veranstaltungsprogramm veröffentlicht.