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Zuliefererstudie 2020: Reichlich Bewegung im Markt

Die Elektromobilität stellt die Zuliefererindustrie weltweit vor große Herausforderungen.
© Foto: picture alliance/imageBROKER/Bernhard Claßen

Im Jahr 2020 lagen bei vielen Automobilzulieferern die Umsätze unter dem Rekordjahr 2019. Zudem schafft die E-Mobilität neue Herausforderungen. Platz eins geht wieder einmal an Bosch, aber die Chinesen holen auf, zeigen die Ergebnisse einer Studie.

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Elektromobilität, Corona, schwaches Wachstum und geringere Umsätze - die weltweite Automobilindustrie ist im Wandel. Insbesondere die E-Mobilität stellt die Unternehmen weltweit vor neue Herausforderungen, zeigt die Top 100-Zuliefererstudie 2020 von Berylls.

So lagen die Umsätze laut Mitteilung der 100 größten Automobilzulieferer um 12,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau, nur acht der Unternehmen konnten ihre Umsätze in diesem Zeitraum steigern. 

Bosch konnte zum sechsten Mal in Folge den Spitzenplatz belegen, Continental kam auf den dritten Rang, ZF Friedrichshafen belegte Platz vier und Magna den fünften Platz. Auffällig sei der Vormarsch chinesischer Zulieferer. So belegte Weichai Power mit dem 10. Rang die beste Platzierung, die je ein chinesisches Unternehmen seit Beginn der Studie erreicht hat, berichtet Berylls. Insgesamt hätten es elf chinesische Zulieferer in die Top 100 geschafft. Dort sind auch die drei Umsatzgewinner Weichai Power, CATL und China Fast Gear beheimatet. 

Entscheidend für die Entwicklung im Krisenjahr 2020 war demnach die geografische Lage der Unternehmen. Zulieferer mit Sitz in Asien konnten früher von der wieder anziehenden Wirtschaft in diesen Ländern profitieren. So schaffte es Denso auf den zweiten Platz der Top 100.

Neue Strategien

Weiter heißt es in der Studie, dass durch die zunehmende Bedeutung der Elektromobilität die Zulieferer ihre Strategien ändern: BorgWarner verspricht sich durch Akquisitionen, wie die von Delphi Technologies 2020, weiteres Wachstum, LG will sich auf Bauteile für Elektrofahrzeuge und künstliche Intelligenz konzentrieren und Infineon stärkt sein Kerngeschäft mit Halbleitern und weiteren Zukäufen.

Die Corona-Pandemie führte laut Studie bei vielen Zulieferern zu Umsatzrückgängen sowie zu Produktionspausen - und letztlich zum Stellenabbau. Auf Wachstumskurs seien Hersteller für Batterien und Halbleiter. Bei Batterien seien europäische OEMs abhängig von asiatischen Herstellern. Doch werde Deutschland voraussichtlich in den kommenden Jahren zum europäischen Batteriezentrum ausgebaut, um diese Abhängigkeit aufzulösen. Bis 2030 sollen in Deutschland bis zu 100.000 neue Arbeitsplätze in diesem Bereich entstehen. Davon könnten auch deutsche Automobilzulieferer wie Dräxlmaier, Webasto oder Elring-Klinger profitieren, die heute bereits als Lieferanten für Batterietechnologie auftreten, hieß es.

In das Ranking der Top 100 Automobilzulieferer sind seit zehn Jahren laut Berylls einige Unternehmen ausgestiegen und andere verschwunden. So haben Johnson Controls oder Honeywell ihre Automotive-Sektoren abgespalten, Zulieferer TRW, Delphi Technologies, Calsonic, Wabco oder der deutsche Klimaspezialist Behr wurden übernommen. Fehlende Größe führte vielfach zum Ausstieg, so ein Ergebnis der Studie.


Die Berylls Group ist laut eigenen Angaben eine auf die Automobilitätsindustrie spezialisierte Unternehmensgruppe, mit Standorten in Deutschland, China, Großbritannien, Südkorea, Nordamerika und in der Schweiz. Die Berylls-Experten decken alle Zukunftsthemen des automobilen Ökosystems ab.

 

 

 

 

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