Der Vizepräsident des Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Wilhelm Hülsdonk, hat am Donnerstag erneut davor gewarnt, die beim Neuwagenverkauf inzwischen weit verbreitete "Rabattitis" zulasten der Werkstätten auf Serviceleistungen auszudehnen. Kostenlose Lockangebote seien ruinös. "Wer Werkstattleistungen verschenkt oder zu Ramschpreien verschleudert, legt die Axt an die wichtigste Ertragssäule des Betriebs", sagte er am Donnerstag. "Qualität und Sicherheit haben ihren Preis. Das weiß auch der Kunde. Die Leidtragenden sind die Werkstätten." Derzeit zeige sich das Geschäft mit Wartung und Reparatur aber stabil, betonte Hülsdonk. Auch im Jahr eins nach der Abwrackprämie lag die Auslastungsquote der Werkstätten bis einschließlich Juli 2010 bei durchschnittlich 83 Prozent und damit auf gleichem Niveau wie im Vergleichszeitraum 2009. Betrachte man das gesamte Servicepaket – vom Ölwechsel über die Mechanik, die Elektronik, die Glasreparatur bis hin zur Karosserieinstandsetzung –bleibe der Service ein sehr interessantes Geschäft, in dem sich Renditen erwirtschaften ließen. "Wer sich als Unternehmer auf diesem Gebiet für die Zukunft rüsten will, kommt an der Automechanika nicht vorbei", sagte Hülsdonk. Für den ZDK ist die Elektromobilität mit ihren Anforderungen an die Kfz-Meisterbetriebe ein Schwerpunktthema auf seinem 700 Quadratmeter großen Stand. Weitere Themenschwerpunkte seien der Service für Klimaanlagen im Fahrzeug, der Zugang für fabrikatsgebundene und Mehrmarken-Werkstätten zu allen Wartungs- und Reparaturinformationen für Fahrzeuge, die gemäß Euro 5 oder Euro 6 typgenehmigt sind, das System „autoglas Plus“ zur Bearbeitung von Glasschäden und deren Abrechnung mit der Versicherung sowie aktuelle Reparaturthemen. (ng)
ZDK-Vize Hülsdonk: Qualität und Sicherheit haben ihren Preis
Erneut geißelt der Bundesinnungsmeister des Kfz-Gewerbes den Trend, Serviceleistungen in die Neuwagen-Rabattschlacht einzubeziehen. Damit lege man die Axt an die wichtigste Ertragssäule des Betriebs.