Werkstattausrüstung: Markt mit Bremsspuren

22.03.2010 14:58 Uhr
Insbesondere die Hersteller von Hebetechnik und Abgasabsauganlagen klagen über sinkende Umsätze.
© Foto: asp

Laut ASA-Umfrage sanken 2009 bei vielen Werkstattausrüstern die Umsätze. Jeder Zweite klagt über schlechtere Zahlen. 2008 gaben lediglich 15 Prozent einen Rückgang an. Für 2010 erwarten viele Teilnehmer einen Aufwärtstrend.

Bei einer Mehrzahl der Mitglieder des Bundesverbandes der Hersteller und Importeure von Automobilserviceausrüstungen (ASA) wird das vergangene Geschäftsjahr offenbar in keiner guten Erinnerung bleiben. In einer Befragung gaben über 50 Prozent der teilnehmenden ASA-Mitglieder an, Umsatzeinbußen verzeichnet zu haben. Besonders betroffen sind demnach die Anbieter von Hebetechnik und Abgasabsauganlagen. Die Vorjahresumfrage förderte bessere Zahlen zutage. Im Jahr 2008 beklagten nur 15 Prozent der Unternehmen einen Rückgang, hieß es in einer ASA-Mitteilung. Ein Drittel der Umfrageteilnehmer erzielte im vergangenen Jahr Umsatzsteigerungen. Im Vorjahr waren es noch 60 Prozent gewesen. Die Gewinner kämen insbesondere aus den Segmenten Diagnose sowie Software und Dienstleistungen, hieß es. "Damit bestätigt sich unsere Einschätzung, dass bei den Werkstätten aufgrund der immer komplexeren Fahrzeugtechnik ein großer Nachholbedarf bei Diagnosegeräten besteht. Zudem zeigt sich in den Ergebnissen der ASA-Umfrage, dass die Optimierung der Arbeitsprozesse in den Kfz-Betrieben mithilfe moderner Software zunehmend an Bedeutung gewinnt“, erklärte ASA-Präsident Klaus Burger. Die Branche prognostiziert für das laufende Jahr positivere Zahlen und erwartet einen leichten Aufwärtstrend im Werkstattausrüstungsmarkt. Knapp die Hälfte der Umfrageteilnehmer geht zwar von stagnierenden Märkten aus, mehr als ein Drittel jedoch rechnet mit Umsatzsteigerungen, insbesondere in asiatischen und osteuropäischen Märkten. Freie Betriebe im Vorteil Im Servicemarkt rechnen die Hersteller ebenfalls mit sinkenden Umsätzen. Die Markenbetriebe seien davon am stärksten betroffen. Die verstärkte Nachfrage nach preisgünstigen Werkstattleistungen spiele den freien Betrieben in die Hände, hieß es in der Analyse der Umfrageergebnisse durch den Bundesverband. (msh)

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