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Volkswagen: Kein schneller Siegeszug von Elektroautos

Elektroautos: Bei VW gilt die Designstudie "Up" als interessanter Technologieträger.
© Foto: ddp / Torsten Silz

Forschungschef Jürgen Leohold erwartet zweistellige Marktanteile von strombetriebenen Fahrzeugen erst in 20 bis 25 Jahren. Große Probleme gibt es noch bei der Reichweite, den Kosten und den Produktionskapazitäten für Hochenergie-Batterien.


Datum:
21.07.2008
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Volkswagen will in den kommenden Jahren mehrere Elektroautos auf den Markt bringen, sieht aber keinen schnellen Siegeszug der Technik. "Bis Elektroautos zweistellige Marktanteile haben, wird es noch 20 bis 25 Jahre dauern", sagte Jürgen Leohold, Leiter der VW-Konzern-Forschung, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Wolfsburg. Es gebe noch große Probleme bei der Reichweite, bei den Kosten und bei den Produktionskapazitäten für Hochenergie-Batterien. Prognosen, dass Elektroautos bereits Mitte des nächsten Jahrzehnts zu einem Massenphänomen würden, bezeichnete Leohold als "sehr optimistisch". Leohold sagte, VW wolle 2010 ein erstes serienmäßiges Elektroauto auf den Markt bringen, als Basis könnte die Designstudie "Up" aus der neuen Modellfamilie "New Small Family" eine interessante Variante sein. Märkte für Elektroautos seien zunächst Europa, Nordamerika und Japan. Leohold deutete zudem an, VW wolle auch größere Fahrzeuge als Elektroauto auf den Markt bringen. "Wir haben den Ehrgeiz, nicht nur die ganz kleinen Autos zu elektrifizieren, sondern auch unser Hauptsegment, die Golf-Klasse." Auch andere Hersteller arbeiten derzeit unter Hochdruck an Autos mit Elektromotoren. In den vergangenen Jahren habe sich zwar die Batterietechnologie durch die Lithium-Ionen-Batterie entscheidend weiterentwickelt. "Es gibt aber noch einen erheblichen Forschungs- und Entwicklungsbedarf." So seien die Batterien derzeit noch viel zu teuer. Chancen für Elektroautos sieht Leohold vor allem im Kleinwagensegment. "Wir werden im nächsten Jahrzehnt viele Elektrofahrzeug-Modelle sehen, die auf dem Markt erscheinen, aber vor allem für den Stadtverkehr." Dagegen könnten größere Fahrzeuge wegen des Gewichts und der Kosten für Lithium-Ionen-Batterien auf längere Zeit noch nicht als reine Elektroautos realisiert werden. Keine Alternative im Lkw-Bereich In bestimmten Segmenten gebe es überhaupt keine Alternative zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren, etwa bei Schwerlastwagen im Langstreckenverkehr. "Das ist heute undenkbar, dass die mit einer Batterie laufen." Es gebe aber noch großes Potenzial, Benzin- und Dieselmotoren effizienter zu machen. "Der Verbrennungsmotor wird noch in den nächsten 20 bis 30 Jahren im Fahrzeug sein", sagte Leohold. (dpa) Die Bemühungen der internationalen Autoindustrie in Sachen Elektroautos sehen Sie in der Bildergalerie.


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