Verkehrssicherheit: Deutschland verfehlt Ziel

Die Bundesregierung wird ihr Ziel zur Verringerung der Verkehrstoten verfehlen.
© Foto: ADAC

Die Bundesregierung hatte sich vorgenommen, die Zahl der Verkehrstoten bis 2020 um 40 Prozent zu verringern. Dieses Ziel werde aber wohl nicht erreicht. Nun gelte es, die Verkehrssicherheit noch effektiver zu gestalten.


Datum:
05.01.2021
Lesezeit: 
3 min

2 Kommentare

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Die Bundesregierung hat ihr Ziel zur Verringerung der Zahl der Verkehrstoten bis zum Jahr 2020 aller Voraussicht nach verfehlt. Das geht aus dem "Unfallverhütungsbericht Straßenverkehr 2018/19" hervor, der an diesem Mittwoch im Kabinett Thema sein soll. Der Bericht lag der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag vor. Zuerst hatte das Nachrichtenportal 'The Pioneer' darüber berichtet.

Die Bundesregierung hatte in einem Verkehrssicherheitsprogramm 2011 angestrebt, die Zahl der Verkehrstoten im Straßenverkehr bis 2020 um 40 Prozent zu verringern. Dieses Ziel werde nicht erreicht werden, heißt es nun in dem neuen Bericht. Dennoch sei die bis 2019 erfolgte Reduktion der Getötetenzahl um 24 Prozent, nicht zuletzt vor dem Hintergrund eines steigenden Verkehrsaufkommens, ein "beachtlicher Erfolg", heißt es. Dies sei Ansporn und Auftrag für die nächste Dekade, die Bemühungen zur Steigerung der Verkehrssicherheit noch effektiver und effizienter zu gestalten.

Vor dem Hintergrund der "Vision Zero" werde derzeit das nächste Verkehrssicherheitsprogramm für den Zeitraum 2021 bis 2030 vorbereitet. Ziel der Vision sind keine Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr.

Anfang der 70er Jahre habe die Zahl der Getöteten im deutschen Straßenverkehr einen Höchststand erreicht, heißt es im Bericht. 2019 lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die Zahl der Verkehrstoten bei 3.046 Menschen - das war ein historischer Tiefstand. 2011 kamen noch 4.009 Menschen im Straßenverkehr um. Die Zahlen für 2020 liegen noch nicht vor. Die Zahl der im Straßenverkehr schwer verletzten Personen sei in der langfristigen Betrachtung rückläufig.

Im Bericht wird außerdem verwiesen auf einen gestiegenen Pkw-Bestand. Mit Neufahrzeugen kämen aber zunehmend moderne Fahrzeugsicherheitssysteme in den Straßenverkehr, die helfen würden, Unfälle zu vermeiden oder ihre Folgen zu mindern. (dpa)

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KOMMENTARE


R. Luft

05.01.2021 - 19:52 Uhr

Das Ziel wäre leicht zu erreichen: 130 km/h auf Autobahnen und die Fahrzeuge zwar mit heutiger Sicherheitstechnik, aber mit einem einfachen Autoradio ohne sonstigen Firlefanz, so dass der/die Fahrer/in nicht abgelenkt ist. Dann bräuchte man keine Radarwarner, denn man könnte sich voll auf den Verkehr konzentrieren. So, und jetzt muss ein Aufschrei kommen.


F. Goergen

06.01.2021 - 11:42 Uhr

Leider falsch - aber nur im ersten Punkt. Hauptursache für schwere Unfälle ist und bleibt die "innere Abkopplung vom Fahren", Stichworte Tempomat, niedriger Innengeräuschpegel, mickrige Sichtverhältnisse etc., das ist bekannt. Nicht ohne Grund wird die Handybenutzung so drastisch verfolgt und bestraft. Tempo 130 auf Autobahnen? 56% der schweren Unfälle passieren auf Landstraßen, dazu ein hoher Prozentsatz innerstädtisch. Autobahnunfälle passieren sehr häufig unter Lkw-Beteiligung bzw. -Verursachung, würden also nicht vom 130-Limit erfaßt. Ebensowenig der hohe Anteil von Autobahnen, der ohnehin schon tempobegrenzt ist. Pro Millionen Personenkilometer liegt die Zahl der Toten und Schwerverletzten auf 130km/h-Autobahnen in Frankreich signifikant höher als in D! Wo man da doch so schön "entspannt" fahren kann. Und ganz gemein: der Blick in die USA! Tempolimit auf Highways 88 km/h - Zahl der Toten und Schwerverletzten drei- bis viermal höher als in D.


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