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Studie: Bei Elektroautos gibt es Fünf-Millionen-Lücke bis 2030

Das Ziel der neuen Bundesregierung: Mindestens 15 Millionen vollelektrische Pkw bis 2030.
© Foto: Teksomolika/Adobe Stock

Mindestens 15 Millionen vollelektrische Pkw bis 2030 - das ist das Ziel der neuen Bundesregierung. Das reicht aber nicht, so das Ergebnis einer neuen Studie.


Datum:
31.01.2022
Autor:
dpa
Lesezeit: 
5 min
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Mit dem Ziel der Ampel-Koalition von 15 Millionen Elektroautos bis 2030 wird das Klimaziel im Verkehr nach einer Studie verpasst. Es gebe eine Lücke von fünf Millionen E-Autos, ergibt eine Analyse des Wuppertal Instituts im Auftrag des Umweltverbandes Greenpeace. Die Antriebswende müsse beschleunigt werden. Es seien weitere Maßnahmen nötig - wie zum Beispiel ein Neuzulassungsverbot für Autos mit Benzin- und Dieselmotoren bereits ab dem Jahr 2025 sowie eine Kfz-Steuerreform.

In der Studie heißt es, auf den Verkehr entfielen 2020 mit etwa 146 Millionen Tonnen fast 20 Prozent aller CO2-Emissionen in Deutschland. "Der Handlungsbedarf im Verkehr ist umso dringlicher, da es der Politik bisher nicht gelungen ist, die CO2-Emissionen im Verkehrssektor dauerhaft zu reduzieren."

Autoverkehr: Fast zwei Drittel der Verkehrsemissionen

Greenpeace-Verkehrsexperte Tobias Austrup schrieb in einem Vorwort zur Studie, die Antriebswende sei beim Klimaschutz im Verkehr nicht die einzige, aber doch eine sehr relevante Stellschraube. "Sie verspricht schnellere signifikante Emissionsreduktionen als die Mobilitätswende, also die Vermeidung und Verlagerung von Fahrten mit dem Pkw auf klimafreundliche Alternativen wie den öffentlichen Verkehr oder das Fahrrad." Der Autoverkehr verursache mit fast zwei Dritteln den überwiegenden Anteil der Verkehrsemissionen.

Falls, wie in vielen Szenarien angenommen, der Anteil der CO2-Emissionen des Pkw-Verkehrs an den gesamten Emissionen des Straßenverkehrs in Zukunft in etwa konstant bleibe, ergebe sich folgendes Bild: Das Klimaschutzgesetz nennt 2030 ein Sektorziel von höchstens 85 Millionen Tonnen CO2 im Verkehr - das entspreche einer Minderung gegenüber dem Jahr 1990 um etwa 48 Prozent. Die Emissionen des Pkw-Verkehrs müssten bis zum Jahr 2030 auf etwa 52 Millionen verringert werden.

Mit 15 Millionen batterieelektrischen Autos würde der Pkw-Verkehr im Jahr 2030 aber noch über 64 Millionen Tonnen CO2 verursachen. "Um die Emissionen des Pkw-Verkehrs von höchstens 52 Millionen Tonnen pro Jahr sicherzustellen, müssen im Jahr 2030 mindestens 20 Millionen E-Autos in Deutschland zugelassen sein." Derzeit sind nach Daten des Kraftfahrt-Bundesamts rund 650.000 reine E-Autos auf deutschen Straßen unterwegs, bei einem Bestand von mehr als 48 Millionen Pkw. 

Beschleunigung der Antriebswende

Austrup schrieb, es seien weitere Maßnahmen nötig, um die Antriebswende zu beschleunigen. Zu den wirkungsvollsten gehörten: die Einführung einer Neuzulassungssteuer für CO2-intensive Pkw, ein höherer CO2-Preis, eine umfassende Reform der Dienstwagenbesteuerung - und ein Neuzulassungsverbot für Autos mit Benzin- und Dieselmotoren bereits ab dem Jahr 2025.

Im Koalitionsvertrag von SPD, Grüne und FDP heißt es, gemäß den Vorschlägen der EU-Kommission würden im Verkehrsbereich in Europa 2035 nur noch CO2-neutrale Fahrzeuge zugelassen - in Deutschland wirke sich dies früher aus.

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