Statistisches Bundesamt: Weniger Geschäft für Werkstätten durch Abwrackprämie

17.08.2009 11:03 Uhr
Erste Prämienbilanz: Zahlreiche Neukunden aber weniger Serviceumsatz.
© Foto: ZDK

Um 3,8 Prozent oder 150 Millionen Euro ging der Werkstatt-Umsatz in den ersten fünf Monaten des Jahres zurück. Die Bundesstatistiker führen das auf den Schwund reparaturanfälliger Altfahrzeuge zurück. Unterdessen wurde der Endspurt um die Prämie eingeläutet.

Höhere Umsätze im Autohandel, geringere Exporte und weniger Geschäft für die Werkstätten: Das Statistische Bundesamt hat wichtige ökonomische Folgen der im Januar eingeführten Abwrackprämie für Altautos bestätigt. Nach den am Montag vorgestellten Auswertungen konnte der Autohandel in den ersten fünf Monaten des Jahres ein Umsatzplus von 4,7 Prozent erreichen. Anders als im Handel sah die Entwicklung bei Unternehmen aus, die sich auf Reparatur und Instandhaltung von Kraftfahrzeugen bis 3,5 Tonnen spezialisiert haben. Bei diesen ging von Januar bis Mai 2009 der reale Umsatz um 3,8 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum zurück. Nominal betrug der Umsatzrückgang in diesem Wirtschaftszweig 150 Millionen Euro, dem jedoch eine Umsatzsteigerung beim Handel mit Kraftwagen von fast 2,5 Milliarden Euro gegenüberstand. Allerdings haftet dem Handels-Plus ein Makel an: Die abgesetzte Stückzahl stieg im selben Zeitraum deutlich stärker um 22,8 Prozent. Das spiegelt den Trend zum subventionierten Kauf von preisgünstigeren Kleinwagen wider. Während die Importe vor allem der kleinen Flitzer zunahmen, gingen die Exporte der meist größeren Wagen der deutschen Hersteller drastisch zurück. So wurden laut Bundesamt im Zeitraum Januar bis Mai 2009 insgesamt 1,2 Millionen neue Pkw im Wert von 24,1 Milliarden Euro aus Deutschland ausgeführt. Damit wurden rund 38,0 Prozent weniger Autos exportiert als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum; der wertmäßige Rückgang der Ausfuhren betrug 39,6 Prozent. Die Außenhandelsstatistik zeigt außerdem, dass dagegen mit 950.000 Pkw im Wert von 11,5 Milliarden Euro in den Monaten Januar bis Mai 2009 deutlich mehr Pkw eingeführt wurden. Damit lag die Anzahl der insgesamt importierten Fahrzeuge um 11,5 Prozent höher als im Vorjahr.

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