Die deutschen Autozulieferer atmen nach der Abnabelung des Autobauers Opel von der bisherigen US-Mutter General Motors (GM) auf. "Wir sind froh über die gefundene Lösung, da sie nach heutigem Stand den Fortbestand von Opel bedeutet und damit unser Geschäft mit Opel sichert", sagte ein Sprecher des Bordnetz-Herstellers Leoni am Dienstag. Der Dichtungsspezialist ElringKlinger geht davon aus, dass das Geschäft mit Opel nun "ganz normal" weiterläuft. "Opel hat immer pünktlich bezahlt", betonte Motorteile-Produzent Rheinmetall. General Motors (GM) hatte sich am Montag in die Insolvenz geflüchtet und soll nun mit Hilfe der US-Regierung saniert werden. Opel konnte gerade noch rechtzeitig davor bewahrt werden, mit in den Strudel gerissen zu werden. Ein Treuhandmodell soll die deutsche Tochter rechtlich abschotten bis eine endgültige Einigung mit der bevorzugten Investorengruppe um den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna gefunden ist. Von der Insolvenz von General Motors selbst sind die deutschen Zulieferer nur in geringem Maß betroffen. Zum einen machen sie in der Regel nur einen kleinen Teil ihres Geschäft mit dem amerikanischen Autobauer, zum anderen hatte die US-Regierung schon vor Wochen ein Hilfsprogramm aufgelegt, das die Forderungen der Zulieferer absichert. "Wir haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht", sagte ein Rheinmetall-Sprecher. Unter den 50 größten Gläubigern von GM findet sich mit Bosch allerdings auch ein deutscher Zulieferer. General Motors steht mit gut 66 Millionen Dollar bei den Stuttgartern in der Kreide, wie aus einem Dokument zum Stand des Insolvenzverfahrens hervorgeht. Zu den Chancen, das Geld wiederzubekommen, äußerte sich eine Bosch-Sprecherin auf Anfrage nicht. (dpa)
Opel-Rettung: Automobil-Zulieferer atmen auf
GM-Insolvenz belastet deutsche Zulieferer kaum, aber Marktführerr Bosch könnte angeblich 66 Millionen Dollar verlieren.