Offenheit statt Verbote: VAD fordert Kurswechsel in Europas Autopolitik

02.06.2026 14:00 Uhr | Lesezeit: 2 min
Verbrennerverbot TV
VAD-Präsident Burkhard Weller
© Foto: picture alliance / SULUPRESS.DE | Torsten Sukrow/SULUPRESS.DE

Der Verband der Automobilhändler Deutschlands unterstützt die Vorschläge von Europaabgeordneten für mehr Technologieoffenheit in Brüssel. Darum geht's im Detail.

Der Verband der Automobilhändler Deutschlands (VAD) unterstützt die Vorschläge der Europaabgeordneten Massimiliano Salini und Jens Gieseke zur Neuausrichtung der europäischen Automobilpolitik. Der Bericht setzt aus Sicht des VAD auf Klimaschutz durch Innovation statt auf neue Verbote und starre Quoten. Massimiliano Salini und Jens Giseke sind Berichterstatter der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament für die umstrittene Reform der CO2-Flottengrenzwerte.

Der VAD begrüßt insbesondere den Vorschlag, das CO2-Reduktionsziel für 2035 ohne faktisches Verbrennerverbot umzusetzen. Stattdessen sollen klimaneutrale Kraftstoffe und grüner Stahl über Anreize in die Klimastrategie einbezogen werden. "Die Antriebswende wird nicht durch Zwang erfolgreich, sondern durch bessere Produkte und die Entscheidung der Kunden", erklärt VAD-Präsident Burkhard Weller. "Salini setzt auf Technologieoffenheit und Wettbewerb. Das ist der richtige Weg für Klimaschutz und Mobilität in Europa." 


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VAD: "Flottenbetreiber brauchen Flexibilität"

Kritisch sieht der Verband dagegen Forderungen nach verschärften E-Auto-Quoten für gewerbliche Flotten. Solche Vorgaben gingen an den Bedürfnissen vieler Unternehmen vorbei und würden die Wettbewerbsfähigkeit des Automobilhandels sowie seiner Kunden gefährden. "Die Politik darf nicht vorschreiben, welche Fahrzeuge Unternehmen kaufen müssen", so Weller. "Flottenbetreiber brauchen Flexibilität, keine Quoten. Der Markt zeigt bereits heute, dass die Elektromobilität wächst und sich dort durchsetzt, wo sie die Kunden überzeugt."

Nach Auffassung des VAD wird es auch langfristig Anwendungsfälle geben, in denen klimaneutrale Kraftstoffe einen wichtigen Beitrag leisten können. Deshalb müsse Europa alle verfügbaren Technologien nutzen, um die Klimaziele zu erreichen.

"Innovationen ermöglichen"

Zudem fordert der Verband einen Neustart bei der Energieverbrauchskennzeichnung. Das bestehende System verursache hohe Bürokratiekosten, liefere den Kunden aber nur begrenzten Mehrwert. Statt die geltende bürokratische Regelung noch auf Gebrauchtfahrzeuge auszuweiten, brauche es digitale und individualisierte Verbraucherinformationen.

"Europa muss Innovationen ermöglichen statt Optionen verbieten", betont Weller. "Wer Klimaneutralität erreichen will, sollte jedes wirksame Instrument nutzen – Elektroantrieb, klimaneutrale Kraftstoffe und neue Technologien. Genau dafür steht der Bericht von Massimiliano Salini."

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