IT-Anbieter: Vernetzt und mobil

© Foto: Alldata Europe


Datum:
08.09.2016
Autor:
Dietmar Winkler

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Dealer Management Systeme (DMS), Werkstatt-Software, Kfz-Informationssysteme und Schadenkalkulation - das sind die wichtigsten Stichworte für Aussteller aus dem Bereich IT auf der Automechanika.

Werbas AG (Halle 9.1, Stand E15) präsentiert mit "Werbas blue" eine neue, erstmals komplett webbasierte Werkstattlösung, die auf mobilen Endgeräten wie Smartphone oder Tablet läuft. Der Zusatzbaustein zu der Management Lösung von Werbas ermöglicht die mobile Nutzung zahlreicher Funktionen - schwerpunktmäßig bei der digitalen Fahrzeugannahme. Als besondere Ergänzung zu seiner Managementsoftware hat Werbas eine "kostenlose" Teilefinder-Funktion auf Originalteilebasis integriert. Der OE-Teilefinder basiert auf der Kalkulationssoftware GT Estimate von GT Motive. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Spanien ist mit seinen Lösungen in über 11.500 Werkstätten, 79 Versicherungsgesellschaften, Fahrzeugleasing- und Kundendienstunternehmen vertreten und hat insgesamt 26.000 professionelle Nutzer in über 20 Ländern.

Werbas integriert OE-Teilefinder

Man komme mit der neuen Funktion einem häufig geäußerten Kundenwunsch nach, erklärt Werbas-Vorstand Harald Pfau: "Immer wieder und schon seit Jahren stoßen wir bei Gesprächen mit Kunden auf die Frage, wie sich schnell und einfach OE-Teile finden lassen. Dieses Problem haben wir nun ohne Mehrkosten für den Anwender gelöst." Auch künftig wolle sein Unternehmen sich nicht mit der Lieferung von Teilen beschäftigen, betont Pfau mit Hinweis auf die eigene Neutralität. Der Teilefinder wird direkt aus der Werbas-Software heraus gestartet. Nach automatischer Übertragung der Fahrzeugdaten kann über grafisch angezeigte Funktionsgruppen ausgewählt werden, ob ein Innen- oder Außenteil des Fahrzeugs gesucht wird. Die sich anschließend öffnende Explosionszeichnung zeigt alle entsprechenden Teile, inkl. Kleinteile, übersichtlich an. Durch Auswählen des entsprechenden Teils und die Angabe "Ersetzen", "Reparieren" oder "aus + einbauen" werden die relevanten Teile ausgewählt und mit Teilenummer und Preis in einem Auswahlfenster übersichtlich zusammengestellt. Die Kalkulation wird anschließend in den Auftrag übertragen. Derzeit steht der OE-Teilefinder nur für Pkw zur Verfügung, die Ausweitung auf Nutzfahrzeuge sei laut Werbas in Planung. Schnittstellen gibt es bislang zu den OE-Bestellportalen bei Eurogarant oder ALFAH Parts, weitere sollen folgen.

Auch beim MobileWorker, kurz MOW, der Neu-Ulmer Softwareschmiede KSR EDV-Ingenieurbüro (Halle 11, Stand D65) geht es darum, Anwendungen - in diesem Fall speziell für K&L-Betriebe - auf mobile Geräte wie Tablet und Smartphone zu bringen. MOW ist eine neue mobile und betriebssystemunabhängige Programmgeneration. Im Zusammenspiel mit dem KSR-Managementsystem VCS lässt sich mobil beispielsweise ein Auftrag für Reparaturen oder Service gleich bei der Annahme eines Fahrzeugs anlegen. Auch das Ausfüllen aller wichtigen Formulare und Protokolle oder die Dokumentation eventueller Schäden mit der Kamera des mobilen Gerätes werden vereinfacht. Alle Eingaben auf dem mobilen Endgerät werden unmittelbar mit dem Managementsystem VCS synchronisiert und stehen damit auch an allen PC-Arbeitsplätzen im Werkstattbetrieb zur Verfügung. Ein weiteres Highlight am KSR-Messestand sind die neuen Schnittstellen für Kalkulation und Schadenmanagement. So zeigt das KSR-Team in Frankfurt u. a. die Anbindung von SilverDat 3 und DAT-MyClaim sowie des HUK-Mechanik-Prozesses an das Managementsystem VCS.

Mobile Datenanwendung

Auf dem Messestand der Münchner soft-nrg Development GmbH (Halle 9.1, Stand E32) erwarten Autohausbetreiber und Aftersales-Leiter erweiterte und verbesserte Software-Lösungen rund um den Servicekernprozess. Im Vordergrund stehen die neue Online-Terminvergabe, das neue Portal für Servicebenachrichtigungen und die Fahrzeugannahme per Tablet, die jetzt mit digitaler Signatur vorgestellt wird.

Interessantes für Autohäuser zeigt IT-Entwickler Loco-Soft als Co-Aussteller am Stand der Theo Förch GmbH & Co. KG (Halle 8, Stand H64). Das Dealer Management System wurde in den letzten Monaten um einige Funktionen erweitert. Neu ist die Funktion zur Verbuchung von Bonus und Verkaufshilfen. Die Datei, die das Autohaus vom Hersteller dazu erhält, wird in Loco-Soft eingelesen. Das Programm erzeugt einen Buchungsvorgang, gleicht die Gutschrift automatisch mit dem betreffenden Fahrzeug ab und hinterlegt die Information in der elektronischen Fahrzeugakte. Außerdem präsentiert Loco-Soft eine scannergestützte Lösung zur Verwaltung von C-Teilen in Autohäusern.

Spannende Neuigkeiten präsentieren auch die Softwareanbieter im Bereich Schadenmanagement und -kalkulation. DAT (Halle 11, Stand C12) zeigt in Frankfurt die neue Generation "SilverDAT 3" erstmals in einer modularen Version: Mit SilverDAT calculate-PRO können fabrikatsübergreifende Kostenkalkulationen für Lackierarbeiten (jetzt auch mit AZT-Lacksystem), Instandsetzungs-, Wartungs- und Verschleißreparaturen bei Pkw, Geländewagen, Transportern, Lkw sowie Zweirädern detailliert erstellt werden. Die grafische Teileauswahl ist durch farbliche Kennzeichnung der Materialien und durch neue Grafiken laut DAT jetzt noch benutzerfreundlicher. Optional ist ein Modul zur Erfassung von Hagel- und Glasschäden. Ebenfalls neu ist die Anwendung "SilverDAT Mietspiegel", die derzeit mit einer repräsentativen Kundenauswahl pilotiert wird. Der Mietspiegel stellt die elektronische Umsetzung eines Preisspiegels für Miet-Fahrzeuge in Deutschland dar. Zielgruppe sind u.a. Anwälte, Richter und Werkstätten.

Reparaturdaten immer wichtiger

Ein anderer bekannter Aussteller im Bereich Schadenmanagement ist das Mindener Unternehmen Audatex AUTOonline (Halle 11, Stand C02), das zahlreiche Neuerungen ankündigt. Mit seinen Produkten will sich das Unternehmen als zentrale Kommunikationsplattform zwischen allen Beteiligten bei der Schadenabwicklung positionieren. Reparaturbetriebe, die Software von Audatex AU-TOonline nutzen, haben ab sofort Zugriff auf die VIN-Daten von 20 verschiedenen Modellen des Autoherstellers Kia.

Immer wichtiger werden exakte Reparaturdaten in digitaler Form für die Werkstätten. Der US-amerikanische Datenspezialist Alldata (Halle 9.1, Stand E 10), der erst vor vier Jahren mit dem Produkt Alldata Repair über die Europäische Tochter Alldata Europe hierzulande gestartet ist, präsentiert in diesem Jahr die neueste Version der umfassenden Datenbank. Die Onlineplattform umfasst 24 Millionen Artikel von 22 Fahrzeugmarken. In Europa nutzen 5.000 Kunden aus 20 Ländern das System. Der Datenanbieter legt Wert auf die Feststellung, dass die in der Datenbank vorhandenen Informationen für Reparaturen und Karosserieinstandsetzung direkt vom Hersteller kommen und nicht redaktionell verändert sind. Dazu schließt das Unternehmen entsprechende Lizenzverträge mit den OEM ab.

Fokus auf Digitalisierung

TecAlliance (Halle 5.1 Übergang zu 6.1, Stand A01/10), Dienstleister für automobile Informationssysteme und -software im internationalen Ersatzteilmarkt, konzentriert sich auf der Automechanika auf das Motto "Enabling the Digital Aftermarket". In Zeiten der Digitalisierung will sich TecAlliance mit Daten, Prozessen, integrierten Lösungen und umfassenden Beratungsleistungen als starker Partner der Kfz-Betriebe präsentieren.

Der britische Anbieter von Reparaturund Serviceinformationen Autodata (Halle 8, Stand M95) zeigt den neuesten Stand seiner Online-Reparaturdatenbank. In den vergangenen Jahren haben die Briten ihren gesamten weltweiten Kundenstamm auf das Online-Tool migriert. Neue Funktionen und ein neues Lookand-Feel verspricht Autodata für die neueste Produktgeneration. Außerdem wird eine neues Online-Informationssystem für Motorräder präsentiert. Es umfasst über 8.000 Modelle von 61 Motorradherstellern der Jahre 1975 bis 2016.

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