Partikelmessung
Mit der Entwicklung eines Partikelmessgerätes nach dem Laserstreulicht-Messverfahren ist der Werkstattausrüster MAHA vorgeprescht. Es wird weltweit bestätigt, dass sich dieses Messverfahren bewährt.
Wenn man eine gute Idee hat, so braucht man oft Geduld, um diese auch in die Tat umzusetzen. So ist es dem Werkstattausrüster MAHA aus Haldenwang gegangen, als der mit einem Entwicklungspartner auf das Laserstreulicht-Messverfahren zur Bestimmung von Partikeln in Abgasen von Dieselmotoren setzte. Dass die klassischen Opazimeter, wie sie in Deutschland zum Beispiel für die Durchführung der Diesel-AU eingesetzt werden, technisch irgendwann ausgereizt sein würden, zeichnete sich schon lange ab. Spätestens seit die ersten Fahrzeuge mit Partikelfiltern bei der Diesel-AU nur noch k-Werte (Rauchtrübungskoeffizient) unterhalb des Auflösungsvermögens dieser Geräte lieferten, war das auch allgemein bekannt. Der Effekt des Laserstreulicht-Messverfahrens, bei dem die Partikel wie Staubpartikel im nächtlichen Schein einer Lampe erkennbar werden, ist ebenfalls schon seit Jahren bekannt. Doch es nahm einige Zeit in Anspruch diese Technik zur Serienreife zu entwickeln. Noch mehr Zeit kostete es diese Technologie gründlich zu testen. Diese Hürden sind überwunden. Jetzt gilt es weltweit die Mühlen der Gesetzgebung in Gang zu bringen, um die neue Technologie bei gesetzlich vorgeschriebenen Abgastests einführen zu können.
Ausführliche Testreihen
Inzwischen testen Behörden, Verbände, Automobilzulieferer, Überwachungsorganisationen und Universitäten in aller Welt, wie sich das Laserstreulicht-Messverfahren unter Praxisbedingungen im Alltag bewährt. So wie auf dem nebenstehenden Diagramm von einem aktuellen Feldtest in Spanien sehen die Ergebnisse quasi bei allen Tests aus. Die Korrelation (gegenseitige Abhängigkeit) von k-Wert und Partikelmasse ist klar erkennbar. Nun sind die Gesetzgeber gefordert der neuen Messtechnik ihren Segen zu geben.
Was aus intensiven Testreihen inzwischen auch hervorging, ist die Tatsache, dass defekte Partikelfilter sich mit dem Laserstreulicht-Messverfahren zweifelsfrei nachweisen lassen. Dieser Punkt spricht auch für die generelle Wiedereinführung der Endrohrprüfung bei der AU an Dieselfahrzeugen, weil die OBD defekte Partikelfilter kaum detektieren kann.
Auf alle Fälle hat es sich im Sinne des weltweiten Umweltschutzes und der Gesundheit gelohnt, die gute Idee des Laserstreulicht-Messverfahrens mit Geduld weiter zu entwickeln. Bernd Reich