Langfristige Immobilienfinanzierungen, vor allem bei Betriebsgebäuden, belasten die Liquidität des Unternehmers je nach Umfang in erheblichem Maße. Also sollten Betriebe das aktuell günstige Zinsniveau nutzen und sich effektive Jahreszinsen von etwa 4,5 Prozent – in Abhängigkeit von Bonität und Laufzeit – sichern. Unternehmer, die vor einer Zinsentscheidung stehen, sollten sich daher nicht nur das Angebot des bisher finanzierenden Kreditgebers ansehen, sondern auch über den sprichwörtlichen "Tellerrand" hinausblicken. Interessant können dabei vor allem diverse Angebote jener Sparkassen bzw. Volks- und Raiffeisenbanken sein, die über ein stabiles Einlagengeschäft verfügen und sich nicht in hohem Maße am Kapitalmarkt refinanzieren müssen. Dies führt zu relativ günstigen Darlehenskonditionen. Darüber hinaus sollten auch Baudarlehen überprüft werden, die nach wie vor variabel verzinst werden und bei denen eine Festzinsvereinbarung auf derzeitiger Basis ebenfalls sinnvoll ist. Unternehmer, deren Zinsbindung erst in ein paar Jahren ausläuft, können sich bereits heute nach Forwarddarlehen erkundigen, die das derzeitige Zinsniveau gegen ein Aufgeld ebenfalls festschreiben. Bei diesen Angeboten sollte sorgfältig verglichen werden. (Michael Vetter)
Finanztipp: Bauzinsen festschreiben
Unternehmen sollten das derzeitige günstige Zinsniveau nutzen und Kreditverträge zu festen Zinssätzen abschließen.