Conti-Quartalszahlen: Gewinneinbruch zum Auftakt

Der Technologiekonzern Continental hat im ersten Quartal des Jahres einen deutlichen Gewinneinbruch vermeldet.
© Foto: Continental

Seinen Start ins Jahr bezeichnet der Technologiekonzern als "solide". Als Grund wird vor allem die weltweit schwächelnde Autoproduktion genannt.

Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental hält trotz eines schwachen ersten Quartals an seinen Jahreszielen fest. Nach dem erwarteten Gewinneinbruch in den ersten drei Monaten rechnet der Dax-Konzern vor allem in der zweiten Hälfte weiter mit einer Konjunkturbelebung. Vorstandschef Elmar Degenhart bestätigte daher am Donnerstag in Hannover die Prognose für das laufende Jahr.

Wegen der Schwäche auf den Automärkten hat der Konzern im 1. Quartal weniger verdient als vor einem Jahr. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) brach um 17,1 Prozent auf 884 Millionen Euro ein.

Das Unternehmen sprach von einem "soliden Start" in das Geschäftsjahr. "Im ersten Quartal wurden in allen großen Absatzmärkten weltweit weniger Fahrzeuge produziert, in Summe über 1,5 Millionen Pkw und leichte Nutzfahrzeuge weniger als vor einem Jahr", sagte Finanzvorstand Wolfgang Schäfer. Einem so rückläufigen Marktumfeld hätte sich der Konzern trotz Kostendisziplin nicht entziehen können.

Rendite gesunken

Die operative Rendite sank von 9,7 auf 8,1 Prozent, der Umsatz blieb mit 11,0 Milliarden Euro weitgehend auf Vorjahresniveau. Für das Gesamtjahr peilt Continental beim Umsatz einen Anstieg auf 45 Milliarden bis 47 Milliarden Euro an. Die Marge auf Basis des um Sondereffekte bereinigten Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde im laufenden Jahr zwischen acht und neun Prozent liegen.

Der Konzern setzt auf eine steigende Nachfrage nach Auto-Elektronik. Im ersten Quartal lagen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie in Software und Sachanlagen bei mehr als 1,5 Milliarden Euro. "Continental investiert weiterhin auf hohem Niveau in die Mobilität der Zukunft, und damit in den Geschäftserfolg von morgen", meinte Schäfer. Dazu sucht der Konzern mit seinen weltweit 245.686 Mitarbeitern auch weiter nach Softwareentwicklern. Bis zum Jahr 2022 soll deren Zahl von zur Zeit 19.000 auf dann 25.000 Mitarbeiter anwachsen. Schon heute haben mehr als ein Drittel der im Konzern beschäftigten 49.000 Ingenieure einen Software-Hintergrund.

Im Vorjahr war die Nachfrage und mit ihr die Automobilproduktion in China wegen des US-chinesischen Handelsstreits deutlich unter Druck gekommen. Auch in Europa lief mit der Einführung des neuen Abgas- und Verbrauchsprüfverfahrens WLTP die Autokonjunktur nicht mehr so rund. Der den Aktionären zuzurechnende Überschuss sackte um über ein Fünftel auf 575 Millionen Euro ab. (dpa)

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