Gemischte Reaktionen hat die gestrige Ankündigung der Leipziger Messegesellschaft hervorgerufen, die AMI und AMITEC ab 2010 nur noch im Zweijahresrhythmus stattfinden zu lassen. Der Präsident des Gesamtverbandes Autoteile-Handel (GVA), Hartmut Röhl, erklärte gegenüber asp-Online, man begrüße zwar "im Sinne der GVA-Industriemitglieder" die Entscheidung, "denn diese wurden in den letzten Jahren durch eine steigende Zahl an Messeveranstaltungen immer stärker belastet. Ein Wehrmutstropfen bleibt aber gerade für die lokalen Großhändler, die gern auf der Messe ausstellen – für sie entfällt die jährliche Möglichkeit ihre Leistungen und Produkte zu präsentieren." Aus Sicht des Kfz-Teilemarktes sei es außerdem unglücklich, dass die AMITEC in ihrem neuen Rhythmus nun ausgerechnet in den "Automechanika"-Jahren stattfinde, kritisierte Röhl. Ähnlich sieht das auch Klaus Burger, Präsident des Verbandes der Werkstattausrüster ASA. "Meine Meinung war, dass in den ungeraden Jahren die AMITEC stattfinden sollte und in den geraden nicht", erklärte er auf asp-Anfrage. Allerdings habe er urlaubsbedingt noch keine Gelegenheit gehabt mit dem AMITEC-Projektdirektor Matthias Kober zu sprechen. Der hatte am Mittwoch erklärt, man wolle für die ungeraden Jahre ab 2011 ein neues Fachmessekonzept entwerfen, das Produkt- und Zielgruppen der AMITEC ansprechen soll (wir berichteten). Dieses Konzept sei aber frühestens im vierten Quartal spruchreif, ergänzte Pressesprecher Thomas Tenzler heute gegenüber asp-Online. "Wir wissen um das Problem", erklärte er angesprochen auf die Kritik. Man werde sich bei der Suche nach einer Lösung auch intensiv mit den bisherigen AMITEC-Ausstellern austauschen. (ng)
AMITEC: Kritik am neuen Zweijahres-Rhythmus
GVA-Präsident Röhl und ASA-Präsident Burger stören sich insbesondere daran, dass die AMITEC künftig im "Automechanika"-Jahr stattfinden soll. Die Leipziger Messegesellschaft arbeitet nach eigenem Bekunden an einer Lösung, die aber nicht vor Jahresende spruchreif sein soll.