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Autonomes Fahren: Sicherheitskonzept für automatisiertes Fahren vorgestellt

14.12.2023 15:00 Uhr | Lesezeit: 3 min
Autonomes Fahren
TÜV SÜD hat Methoden für ein Sicherheitskonzept für automatisiertes Fahren im urbanen Umfeld erarbeitet.
© Foto: Ford

Ein Konsortium aus Industrie und Forschung hat im November erstmals ein Sicherheitskonzept für autonomes Fahren im urbanen Umfeld präsentiert. Mit dabei: die Experten für automatisiertes und Vernetztes Fahren von TÜV SÜD.

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Am 22. November 2023 präsentierte ein Konsortium aus Industrie und Forschung in Stuttgart weltweit erstmals ein Sicherheitskonzept für automatisiertes Fahren im urbanen Umfeld. Mit dabei beim Forschungsprojekt aus insgesamt 23 Partnern waren die Experten für automatisiertes und vernetztes Fahren von TÜV SÜD.

In die Ergebnisse des Sicherheitskonzeptes flossen Verifikations- und Validierungsmethoden (VVMethoden) von den TÜV SÜD-Experten mit ein. Deren Aufgabe bestand darin, mittels Simulation kritische Verkehrsszenarien zu identifizieren, die als Prüfmethode für die Homologation automatisierter Fahrzeuge etabliert werden.

"Wir freuen uns sehr, bei diesem wichtigen Projekt mit dabei zu sein. Mit VVMethoden haben wir erstmals Strukturen und ein Sicherheitskonzept erarbeitet, das künftig Grundlage für die Entwicklung autonomer Fahrzeuge sein wird", unterstreicht Emmeram Klotz, Leiter Test und Validierung für automatisiertes und vernetztes Fahren in der TÜV SÜD Division MOBILITY.

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TÜV SÜD setzt auf Simulation

Da es unendlich viele kritische Situationen im Straßenverkehr gibt, setzt TÜV SÜD auf Simulation. Im Test mit dem realen Fahrzeug könne man sich dann auf diese konzentrieren. Klotz: "Die Tests mit realen Fahrzeugen werden immer ein wichtiger Bestandteil in der Absicherung sein. In Zukunft wird aber auch die Simulation eine immer größere Rolle spielen und so einen Beitrag zur Sicherheit liefern. Und die haben wir hier als Prüfmethode validiert."

Als Simulationstool haben sich die TÜV SÜD-Experten für den OpenSource Ansatz mit dem Simulationswerkzeug openPASS entschieden. Mit diesem für alle zugänglichen Werkzeug werden beispielsweise konkrete Verkehrsfaktoren oder Bedingungen für die Simulation entwickelt. "Damit die Simulation die Anforderungen aus der Kritikalitätsanalyse erfüllt, wurde das Tool Schritt für Schritt angepasst. Dazu gehört etwa ein Fahrradfahrer-Modell, die Entwicklung einer automatisierten Fahrfunktion, die Interpretation eines Zebrastreifens, die Simulation von Ampeln oder auch die Realisierung von Wetterbedingungen", erklärte Tuan Duong Quang, der das Projekt vonseiten TÜV SÜD leitet.

Alles zusammen komplettiert das Bild kritischer Verkehrssituationen, welche die Basis für den Einsatz der Simulation für die Zulassung automatisierter Fahrfunktionen bildet. Klotz: "VVMethoden wurde auf einer offenen Plattform entwickelt. So können alle, die an der Entwicklung autonomen Fahrens beteiligt sind, auf das Sicherheitskonzept zugreifen. Damit beschleunigen wir insgesamt die schnelle Einführung dieser neuen Technologie."


Hintergrund VVMethoden

Forschung, Industrie und Behörden zusammenbringen, um die Grundlagen für die schnelle Entwicklung autonomer Fahrzeuge zu schaffen – das war die Idee des Vorgängerprojektes Pegasus. Die Konsortialpartner haben hier seit 2016 daran gearbeitet, allgemein akzeptierte Methoden und Werkzeuge für die Absicherung hochautomatisierter Fahrzeugfunktionen – zunächst bis SAE-Level 3 – zu erarbeiten. Daraus haben sich seit 2019 zwei Folgeprojekte ergeben, eines davon ist VVMethoden. Mit VVMethoden schaffen die Partner den Sprung auf SAE-Level 4 und 5. Auch hier ist es das Ziel, Methoden und Werkzeuge für die Homologation hochautomatisierter Fahrzeuge zu schaffen – jetzt im urbanen Raum.



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