Autodoc hat seinen Marketplace offiziell in Polen gestartet. Das ist bereits der elfte Markt. Über die Plattform können externe Anbieter Fahrzeugteile und Zubehör direkt über die Autodoc-Website und App verkaufen. Nach Unternehmensangaben erreicht die Plattform mehr als neun Millionen Kunden in Europa. Auf dem Marktplatz werden neben klassischen Ersatzteilen auch Fahrzeugelektronik, Zubehör, Sicherheitsprodukte und weitere Mobilitätsartikel angeboten.
Polen als wichtiger Ersatzteilmarkt
Die Wahl des Standorts kommt nicht zufällig. Polen gehört zu den größten und wachstumsstärksten Automobilmärkten Europas. Nach Angaben des polnischen Automobilverbands PZPM wurden im ersten Halbjahr 2026 rund 312.000 Pkw neu zugelassen. Das entspricht einem Zuwachs von 9,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für das Werkstattgeschäft besonders relevant ist das Durchschnittsalter der Fahrzeuge. Laut Daten des europäischen Herstellerverbands ACEA sind Pkw in Polen im Schnitt 15,2 Jahre alt. Zum Vergleich: In Deutschland liegt dieser Wert bei 10,6 Jahren. Ein älterer Fahrzeugbestand sorgt in der Regel für eine anhaltend hohe Nachfrage nach Wartungs- und Ersatzteilprodukten.
Logistik als Standortvorteil
Polen spielt für Autodoc bereits heute eine zentrale Rolle. Das Unternehmen betreibt dort mehrere Lagerstandorte in Stettin, die den europaweiten Versand unterstützen. Durch die Nähe zu Logistik und Markt erwartet das Unternehmen zusätzliche Wachstumschancen für den Marketplace.
Nach Angaben von Autodoc waren im ersten Quartal 2026 insgesamt 520 Verkäufer auf dem Marketplace aktiv. Das Angebot umfasste rund 3,1 Millionen Produkte. Das ausgewiesene Bruttowarenvolumen (GMV) lag bei 12,6 Millionen Euro. Die Verkäufer übernehmen dabei den Versand, die Rechnungsstellung und den Kundendienst für ihre Angebote selbst. Autodoc kontrolliert die Einhaltung definierter Service- und Qualitätsvorgaben.