Kooperation: Virtual Reality in der Werkstatt

Um die Werkstatt des Beresa-Standorts in Münster zu besichtigen, muss man nicht ­unbedingt vor Ort sein.
© Foto: Armin Wutzer

Beresa-Kunden können die Werkstatt des Standorts Münster bald vom Sofa aus besichtigen. Möglich macht das ein Projekt mit dem Werkstattausrüster Autopstenhoj, der an einem Virtual-Reality-Pilotversuch arbeitet.


Datum:
05.09.2018

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Von Armin Wutzer/AUTOHAUS

Autohaus – dieser Name wird dem 2015 eröffneten Beresa-Standort in Münster eigentlich nicht gerecht. Angesichts des 5.000 Quadratmeter großen Showrooms und der Kosten von fast 18 Millionen Euro ist er fast schon eine Untertreibung.

Rund 300 Fahrzeuge finden außen und innen auf der mit Glasfronten transparent gestalteten Ausstellungsfläche Platz. "Wir wollten hier das Autohaus der Zukunft errichten, in welchem wir jeden künftigen Branchentrend von Anfang an mitgehen können und das sich ständig weiterentwickeln kann", sagt Christian Braje, Leiter Service Pkw und Mitglied der Geschäftsleitung bei Beresa.

Die Beresa-Führung erwartet konkret, dass das Auto-Geschäft in Zukunft mobil, vernetzt, papierlos und mit wesentlich ­weniger Reparaturaufwand als bisher ablaufen wird. Das bedeute steigende Kundenerwartungen und steigenden Konkurrenzdruck, glaubt Braje. Als Autohaus könne man in dieser Situation nur bestehen, indem man die Trends aufgreife und die eigenen Dienstleistungen für den Kunden zum Erlebnis macht.

Werkstattbesuch als Erlebnis

Dafür gibt es neben dem beeindruckenden Standort derzeit schon ein Tool für Online-Terminvereinbarungen auf der Webseite sowie eine digitalisierte Serviceannahme mit dem Tablet. Ist das Auto angenommen, gibt Beresa seinen Kunden außerdem die Möglichkeit, den Reparaturfortschritt wie bei der Paketverfolgung der Post jederzeit online zu überwachen. Eventuell nötige Auftragserweiterungen laufen zudem in vielen Fällen über E-Mail oder SMS. Dort verschicken die Serviceberater neben der Anfrage auch einen Videolink, über den der entdeckte Fehler anschaulich zu sehen ist.

Doch ein Problem blieb trotz all der neuen Services immer bestehen: „Die Werkstatt selbst ist eine Blackbox. Der Kunde gibt sein Fahrzeug ab und wenn er es wiederbekommt, sieht es häufig genauso aus wie vorher, aber er muss ein paar hundert Euro bezahlen“, sagt Martin Schmidt, Leiter Service Pkw für die Region Münsterland. Das sei nicht immer leicht zu vermitteln und eine große Lücke beim Erlebnisfaktor eines Autohauses.

Das wird sich im Zuge einer Initiative des Werkstattausrüsters Autopstenhoj bald ändern. Denn dieser arbeitet derzeit an der neuen Digitalstrategie „Autopstenhoj Uplifting Experiences“, mit der sich das Unternehmen auf die digitalen Trends der Zukunft vorbereiten will. Zur Strategie gehört auch ein Virtual Reality (VR)­Pilotversuch. Bei diesem sind digitale Modelle von Werkstätten in eine Anwendung für virtuelle Rundgänge eingebunden.


Wie genau das Projekt und die Kooperation von Beresa und Autopstenhoj aussehen, lesen Sie in der September-Ausgabe von asp AUTO SERVICE PRAXIS, die am 5. September 2018 erscheint.

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