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Best Practice: Alles aus einer Hand

Das Autohaus Kfz Gradl in Regensburg hat ideale Voraussetzungen für die Arbeit der Sachverständigen bei der Hauptuntersuchung geschaffen.
© Foto: Dietmar Winkler

Im Rahmen unserer Serie 60 Jahre Prüfplakette stellen wir diesmal die markenunabhängige Werkstatt Kfz Gradl in Regensburg vor, die in der Zusammenarbeit mit TÜV SÜD nicht nur bei der Hauptuntersuchung gute Erfahrungen gemacht hat.


Datum:
09.08.2021
Autor:
Dietmar Winkler
Lesezeit: 
5 min
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Kurzfassung

Das Autohaus Kfz Gradl in Regensburg hat ideale Voraussetzungen für die Arbeit der Sachverständigen bei der Hauptuntersuchung geschaffen. Der markenunabhängige Betrieb setzt Maßstäbe auch in anderen Bereichen.

Eine markenunabhängige Werkstatt mit Wow-Effekt - so könnte man das Autohaus Kfz Gradl in Regensburg in wenigen Worten beschreiben. Inhaber Harald Gradl hat sich vor einigen Jahren dazu entschieden, seinen 1993 gegründeten Betrieb noch mal ganz neu aufzustellen und 2016 auf dem benachbarten Grundstück einen repräsentativen Werkstatt-Neubau errichtet. "Kfz Gradl" steht dort rot auf schwarzem Grund an der Fassade des knapp 300 Quadratmeter großen Gebäudes weithin sichtbar.

Unabhängigkeit bewahrt

Gradl ist seine eigene Marke und er liebt die Unabhängigkeit, wie er uns bei unserem Besuch vor Ort wissen lässt. Weil er sich nicht gerne reinreden lässt, hat er die Anbindung an ein Werkstattsystem vor Jahren schon beendet und den Schritt nicht bereut. Offenbar brummt der Laden, denn an den fünf Hebebühnen im Betrieb wird fleißig gearbeitet. Einen Meister, drei Gesellen und drei Azubis beschäftigt Gradl in seiner Werkstatt, die - das fällt gleich auf - besonders sauber und aufgeräumt ist.

"Es ist mir wichtig, dass es bei uns sauber ist, wenn der Kunde in die Werkstatt kommt", erklärt Gradl, der an diesem Tag mit Patrick Pöppl verabredet ist, Leiter amtliche Tätigkeiten Oberpfalz bei TÜV SÜD Auto Service GmbH, sowie mit Tom Lewanowski, Sachverständiger für Schaden- und Wertgutachten. TÜV SÜD Mitarbeiter Lewanowski führt schon seit vielen Jahren unabhängige Schaden- und Wertgutachten bei Gradl durch.

Die langjährige Partnerschaft mit TÜV SÜD ist eine feste Konstante im Geschäftskonzept von Harald Gradl, der vor allem die kurze Reaktionszeit im Schadenfall schätzt sowie die schnelle Bearbeitung durch den Sachverständigen: "Ich begleite auf Wunsch den gesamten Prozess von der Schadenbegutachtung bis zur Abwicklung mit dem Versicherer. Wenn uns Harald Gradl kontaktiert, wird ein Termin vereinbart, oder ich komme direkt rüber - wenn es schnell gehen muss, bin ich in fünf Minuten hier", beschreibt Tom Lewanowski das übliche Vorgehen. Im Zweifel wird ein externer Rechtsanwalt beauftragt, was sich bei manchem Haftpflichtschaden als der sicherste Weg bewährt hat, um ungerechtfertigte Rechnungskürzungen zu vermeiden. Das Schreiben des Anwalts zusammen mit einem Gutachten von TÜV SÜD sind starke Argumente und immer im Sinne des Kunden. Harald Gradl schätzt die schnelle Abwicklung bei der Erstellung der Schadengutachten. TÜV SÜD Mitarbeiter Lewanowski begutachtet auch regelmäßig Leasingrückläufer im Betrieb. "Wenn der Gutachter da war, bekomme ich zwei bis drei Stunden später das Gutachten, das ist für uns wichtig", bekräftigt Gradl. Das Schaden-Aufkommen schwankt saisonal und ist im Sommer meist höher als im Winter. Während der Corona-Krise war das Schadengeschäft zeitweise stark betroffen, weil einfach weniger gefahren wurde.

Schadengutachten von TÜV SÜD

"Das Schadengutachten ist aber nur eine von zahlreichen Dienstleistungen, die wir als TÜV SÜD für das Autohaus Gradl erbringen", berichtet Patrick Pöppl. Zweimal pro Woche ist ein TÜV SÜD Sachverständiger im Haus und nimmt die Hauptuntersuchung ab. Darüber hinaus betreut der Dienstleister die Prüfmittelüberwachung für Gradl - dazu gehört unter anderem die regelmäßige Kalibrierung und Stückprüfung der Scheinwerfereinstellprüfgeräte und des Bremsenprüfstandes. Einmal im Jahr kommen zudem die Kollegen von TÜV SÜD Industrie Service GmbH, die wie vorgeschrieben die Ölabscheider-Anlage überprüfen.

"Alles aus einer Hand - das ist unser Anspruch", betont Patrick Pöppl und lobt bei der gemeinsamen Begehung der Werkstatt die vorbildliche Prüfsituation. "Der Sachverständige findet bei Gradl die idealen Bedingungen für die Hauptuntersuchung vor. Alle notwendigen Gerätschaften sind an einem Platz vorhanden und so angeordnet, dass der Prüfprozess reibungslos durchgeführt werden kann.

Prüfstraße für die optimale HU

Gradl hat in seiner neuen Werkstatt eine regelrechte Prüfstraße realisiert: "Beim Neubau habe ich mich damit auseinandergesetzt und wollte dann unbedingt eine Prüfstraße haben", erinnert sich Gradl und deutet auf die Anordnung der Prüfstände und der Hebebühne: "Bei uns fahren die Fahrzeuge vom Parkplatz in die Halle, dann führen wir eine grobe Spurvermessung auf der Prüfplatte durch, anschließend kommt der Stoßdämpferprüfstand, gefolgt vom Bremsenprüfstand. Schließlich fährt das Fahrzeug auf die Scherenhebebühne mit Lichteinstellplatz inklusive Spurvermessung und Möglichkeit zu Kalibrierung von Fahrerassistenzsystemen."

Auf der Bühne kann der Prüfer das Fahrzeug anheben und alle notwendigen Sichtprüfungen von unten machen. Er hat sogar die Möglichkeit, über die Freihubeinrichtung das Fahrzeug auszuheben, um beispielsweise Gelenke im unbelasteten Zustand zu prüfen.

Derart ausgestattet, kann der Prüfer komplett autark arbeiten, was wiederum die Werkstatt entlastet: "Ich muss für die HU keine Mitarbeiter abstellen, der Prüfer kann das alleine machen", erläutert Harald Gradl den großen Vorteil.

Zusammenarbeit Hand in Hand

Die Scherenhebebühne ist nivelliert und eignet sich damit auch für die Achsvermessung. Dafür hat Gradl eine 3-D-Achsvermessung von Bosch angeschafft, die sich durch besonders kurze Rüstzeiten auszeichnet. Immerhin mehrere hundert Hauptuntersuchungen im Jahr absolvieren TÜV SÜD Sachverständige in dem Regensburger Betrieb. Die Fahrzeugvorbereitung bei Gradl und die eigentliche Prüfung müssen synchronisiert werden, damit die Prozesse möglichst glatt durchlaufen. Oft werden kleinere Mängel, die bei der HU auffallen, noch an Ort und Stelle von den Gradl-Mechanikern behoben, sodass der Prüfer nach erneuter Prüfung noch am selben Tag seinen Stempel vergeben kann. Harald Gradl: "Wir bekommen fünf Mal am Tag Ersatzteile geliefert, das ist in der Regel bei kleineren Reparaturen kein Problem. Der Sachverständige vermerkt dann im Prüfbericht, dass der festgestellte Mangel umgehend behoben wurde."

Abgasuntersuchung lohnt sich

Die Abgasuntersuchung (AU) macht Gradl selbst - als beigestellte Prüfung ist sie Bestandteil der Hauptuntersuchung. Sie ist immer noch ein lohnendes Geschäft. Die Anmeldung im zentralen Qualitätsmanagement-System AÜK, das der Bundesinnungsverband als Reaktion auf neue Brüsseler Vorgaben auf den Weg gebracht hatte, hat Gradl bereits hinter sich. Auch wenn ab 1. Januar 2023 die Partikelzählung für neuere Dieselfahrzeuge kommt, will Gradl die AU fortführen: "Ich werde daran festhalten, sobald die ersten Geräte verfügbar sind, werde ich investieren." Bei um die 700 Abgasuntersuchungen pro Jahr ist das ein wichtiges Geschäft.

Schon gewusst, dass ...

der HU-Adapter bereits seit Mitte 2015 bei der Hauptuntersuchung (HU) genutzt wird? Zusammen mit der Software-Anwendung FSD.HU 21 ermöglicht er sowohl die Kommunikation mit der Fahrzeugelektronik über die elektronische Fahrzeugschnittstelle als auch die Messung fahrdynamischer Parameter. Er kommt damit bei einer Reihe von Untersuchungen zum Einsatz, unter anderem bei der Bremswirkungsprüfung oder bei der in Erprobung befindlichen dynamischen Achsdämpfungsprüfung und neuerdings auch zur Prüfung der Akkus von Elektro- oder Hybridfahrzeugen.

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