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ZDK: Neuwagenmarkt robust, Stimmung schlecht

Laut ZDK-Präsident Jürgen Karpinski entwickelt sich der Neuwagenmarkt besser als erwartet.
© Foto: ZDK / LV Hessen

Die gute Konjunktur und die Dieselkrise sorgen für ein Plus beim Neuwagengeschäft. Gleichzeitig erschwert die Diskussion um die Selbstzünder spürbar das Geschäft mit Gebrauchtwagen.

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Von Armin Wutzer

Die Zahl der Neuzulassungen auf dem deutschen Automarkt wird  laut einer Prognose des Zentralverbands des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) bis Jahresende auf rund 3,4 Millionen Fahrzeuge steigen. Das gab ZDK-Präsident Jürgen Karpinksi im Rahmen des jährlichen Kamingesprächs mit dem Schmiermittelhersteller Fuchs am Freitag in Mannheim bekannt. Damit entwickelt sich der Markt besser als erwartet. Ursprünglich hatte der ZDK mit 3,2 Millionen Neufahrzeugen gerechnet. Als Wachstumstreiber erwiesen sich die Privatzulassungen, deren Anteil bis Ende September von 34,4 Prozent im Jahr 2016 auf nunmehr 35,2 Prozent zulegte. "Der Zuwachs der privaten Zulassungen ist aus unserer Sicht in erster Linie auf das starke Wirtschaftswachstum und die Konsumfreude der Verbraucher zurückzuführen. Außerdem dürfte es aufgrund der Diesel Diskussion Vorzieheffekte bei den Neuanschaffungen geben", sagt Karpinski.

Die Diesel-Diskussion sei jedoch auch der Grund, dass sich trotz der guten Neuwagen-Zahlen die Stimmung im Kfz-Gewerbe merklich eingetrübt habe. So brach der Diesel-Anteil bei neu zugelassenen Pkw bis Oktober 2017 von 46,3 Prozent (2016) auf 39,8 Prozent ein. "Deutlicher kann sich die Verunsicherung der Verbraucher durch die Diskussion um drohende Fahrverbote nicht zeigen", sagt Karpinksi. Diese macht sich auch im Gebrauchtwagengeschäft bemerkbar, das nach Angaben des ZDK bis einschließlich Oktober um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum schrumpfte. Für das Gesamtjahr erwartet der Verband 7,3 Millionen Besitzumschreibungen.

Gebrauchte Diesel lassen sich nach Angaben des ZDK kaum noch verkaufen. Laut einer Blitzumfrage warten bei den Händlern derzeit 300.000 Euro-5-Diesel im Gesamtwert von 4,5 Milliarden Euro auf einen Käufer. Diesel-Rückläufer aus Leasingverträgen drohen die Lage aus Sicht des Handels noch zu verschärfen: 82 Prozent der markengebundenen Händler fürchten durch sie ein existenzielles Risiko für das eigene Unternehmen. Karpinski forderte deshalb mit Nachdruck eine Hardware Nachrüstung für Dieselfahrzeuge. "Sie dient der Umwelt und trägt zur Stabilisierung der Fahrzeugwerte bei", so der ZDK-Präsident.

Für das kommende Jahr erwartet der ZDK bei Pkw zwischen 3,4 und 3,5 Millionen Neuzulassungen sowie 7,2 bis 7,4 Millionen Besitzumschreibungen bei Gebrauchtwägen. "Die Konjunkturaussichten für das kommende Jahr könnten kaum besser sein. Dem entgegen steht die anhaltende Diskussion um die Zukunft des Dieselmotors und drohende Fahrverbote“, erklärt Karpinski. Das erschwere Prognosen. Im Servicegeschäft erwartet der Verband nach einem guten Jahr 2017 mit einer durchschnittlichen Werkstattauslastung von 85 Prozent (Plus ein Prozent gegenüber dem Vorjahr) erneut eine leichte Steigerung.

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