ZDK konstatiert rückläufiges Servicegeschäft

08.03.2005 16:54 Uhr
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2004 gab es rund zwei Millionen Aufträge weniger für Wartung und Verschleißreparaturen

Erstmals seit vielen Jahren hat der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) in seiner Jahresbilanz 2004 ein rückläufiges Servicegeschäft konstatiert. Rund drei Prozent minus bei den Aufträgen für Wartung und Verschleißreparaturen hätten für die 41.700 Meisterbetriebe des Kfz-Gewerbes einen Rückgang von rund zwei Mio. Aufträgen bedeutet, sagte Verbandspräsident Rolf Leuchtenberger heute in München. Allerdings sei das durchschnittliche Auftragsvolumen pro Betrieb durch die rückläufigen Betriebszahlen (minus 1.200) konstant. Dennoch hätten sich service-orientierte Betriebe als renditestärker erwiesen als die auf den Handel konzentrierten Unternehmen, sagte Leuchtenberger. Mit einem unerwarteten Umsatzplus um 1,6 Prozent auf 127,2 Mrd. Euro über alle Geschäftsbereiche und einem um 2,2 Prozent auf 24,4 Mrd. Euro gestiegenen Serviceumsatz sei es den Mitgliedsbetrieben gelungen, eine schwarze Null vor Steuern zu erwirtschaften. Deutliche regionale Unterschiede gebe es beim Stundenverrechnungssatz. Nach Darstellung Leuchtenbergers reiche die Bandbreite von rund 40 bis ca. 90 Euro. Der bundesweite Durchschnittspreis von etwa 61 Euro (plus 1,9 Prozent) habe die allgemeinen Kostensteigerungen nicht auffangen können. Die Sicherung des Servicegeschäfts in den Betrieben sei die wichtigste Aufgabe zur Zukunftssicherung. Freier Teilehandel mit steigendem Marktanteil Die Liberalisierung des Autovertriebs durch die Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) habe dazu geführt, verstärkt im freien Teilehandel einzukaufen. Nahezu die Hälfte der kleinen und mittleren Unternehmen habe diese Chance genutzt, sagte Leuchtenberger mit Hinweis darauf, dass heute bereits über 20 Prozent des Teileumsatzes über den freien Teilehandel realisiert würden. Vom durchschnittlichen Deckungsbeitrag des Service für den Gesamtbetrieb von rund 60 Prozent entfallen nach Verbandsangaben fast 40 Prozent auf Teile. Leuchtenberger forderte die Branche auf, die Freiheiten der GVO noch stärker als bisher zu nutzen, um vor allem im Einkauf bessere Konditionen zu erreichen. "Ich wünsche mir, dass aus den vielen Dispositionen in unseren Betrieben echte Einkaufsabteilungen im Sinne des kaufmännischen Begriffs werden", so der Verbandschef. (ng)

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