Ford hat im Prozess um einen Unfall eines seiner Explorer-Modelle in den USA einen Teilerfolg errungen. Wie die "Deutsche Presse-Agentur" (dpa) unter Berufung auf amerikanische Medienberichte vom Freitag mitteilte, kam eine Jury zu dem Schluss, dass der Konzern für einen Unfall, bei dem sich 1997 ein Ehepaar mit ihrem Explorer überschlagen, nicht zur Verantwortung gezogen werden könne. Die Schadenersatz-Forderung der Kläger wurde abgewiesen. Zugleich erklärten die Geschworenen jedoch, dass das Design und die Bauweise des Explorer-Modells "fehlerhaft" und "überschlaggefährdet" sei. Der Unfall, bei dem die Frau gelähmt wurde und ihr Mann schwere Beinverletzungen erlitt, sei jedoch auf fehlerhafte Reparaturarbeiten einer Werkstatt zurückzuführen, urteilte die Jury. In der kommenden Woche wollen die Geschworenen die Höhe des Schadenersatzes, den die Werkstatt zahlen soll, festlegen. Ford kämpft seit August 2000 bereits mit Klagen und Anschuldigungen wegen reifenbedingten Sicherheitsmängeln an seinen Fahrzeugen. Der Reifenhersteller Bridgestone Corp. hatte über 6,5 Mio. Firestone-Reifen, mit denen der Explorer ausgestattet wurde, zurückgerufen. Ford ersetzte später 13 Mio. Reifen der Marke Firestone Wilderness AT. Nach Angaben der US-Regierung sollen über 200 Menschen durch fehlerhafte Reifen, zumeist in Ford-Fahrzeugen, ums Leben gekommen sein.
Urteil: Ford wird nicht zur Verantwortung gezogen
Gericht bestätigt Design-Mängel beim Explorer / Schadensersatz-Forderung dennoch abgewiesen