Unerlaubtes Telefonieren: Hohe Bußgelder im Ausland

20.06.2012 09:22 Uhr
Auch einfaches Wegdrücken des Anrufs wird ohne FSE zur unerlaubten Benutzung des Mobiltelefons am Steuer gezählt

Im europäischen Ausland droht Autofahrern, die unerlaubt am Steuer telefonieren, erhöhte Bestrafung. In Frankreich stieg die Gebühr z.B. um 100 Euro. Servicebetriebe sollten Kunden vor der Urlaubsfahrt geeignete Multimedialösungen anbieten.

Unerlaubtes Telefonieren am Steuer kann die Urlaubs- oder Geschäftsreise im Ausland mitunter sehr verteuern. Grund: Die Bußgelder sind im Vergleich zu Deutschland teilweise um ein Vielfaches höher. Tendenz steigend, wie der Branchenverband Bitkom aktuell meldet: In Frankreich beispielsweise stieg die Strafgebühr von 35 Euro auf 135 Euro. Hierzulande beträgt das aktuelle Strafmaß 40 Euro für Autofahrer bzw. 25 Euro für Radfahrer. Darunter liegt lediglich Bulgarien mit 25 Euro.

Am teuersten ist das Telefonieren während der Fahrt ohne Freisprecheinrichtung (FSE) bzw. ohne Headset derzeit in Spanien: Dort erwartet Verkehrssünder eine Strafe von 200 Euro. In den Niederlanden kostet der Verkehrsdelikt 180 Euro, in Italien 150 Euro. "Es gibt sehr einfache technische Möglichkeiten, im Auto zu telefonieren und gleichzeitig beide Hände zum Fahren frei zu haben", erklärte Bitkom-Präsident Dieter Kempf. Serviceprofis wissen natürlich um die verschiedenen Multimedia-Lösungen und sollten Kunden, die beispielsweise ihr Fahrzeug zum Urlaubscheck in der Werkstatt haben, darauf hinweisen. Möglicherweise generieren Verkaufsprofis auf diese Weise ein Zusatzgeschäft.

Für den kleinen Geldbeutel gibt es die Headset-Lösung. Diese ist allerdings laut Bitkom nicht in allen Ländern als legale Freisprechlösung anerkannt. Ein weiterer Nachteil der Sprechgarnitur liegt in der häufig notwendigen Verkabelung. Manche Geräte funktionieren dagegen kabellos über Bluetooth. Die zwei empfehlenswertesten Lösungen sind der Festeinbau einer FSE oder eine so genannte Plug-and-Play-Lösung. Letztere ist kostengünstiger und leichter zu montieren. Die Stromversorgung geschieht über den Zigarettenanzünder. Feste Installationen sind zwar im Allgemeinen teurer, überzeugen aber durch die meist optimale Empfangsqualität aufgrund des Anschluss an die Außenantenne. Zudem erfolgt die Stromversorgung ohne Kabel und der Radio schaltet bei ein- oder ausgehenden Anrufen stumm. Übrigens: Das Verbot der Mobilfunknutzung am Steuer schließt auch das Wegdrücken eines Anrufs mit ein. (msh)

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