Tradition verpflichtet


Datum:
21.07.2008

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Neue Kärcher Hochdruckreiniger

Tradition verpflichtet

Kärcher stellt eine komplett neu entwickelte Baureihe der Heißwasser-Hochdruckreiniger der Mittel- und Super-Klasse vor. Verbes-serte Umweltfreundlichkeit, optimierter Energieverbrauch und bessere Ergonomie zeichnen die neue Gerätegeneration aus.

Der Name Kärcher begegnet einem heute auf einer Vielzahl unterschiedlicher Reinigungsmaschinen im gewerblichen und privaten Umfeld. Vom Akkusauger über Portalwaschanlagen bis zu kompletten Wasseraufbereitungssystemen spannt sich das Produktprogramm des weltweit agierenden Familienunternehmens aus Winnenden. 2007 war das erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte mit 6,251 Millionen ausgelieferten Geräten und einem Umsatz von 1,38 Milliarden Euro.

Kernprodukt Hochdruckreiniger

Obwohl Kärcher alleine im vergangenen Jahr 122 neue Produkte auf den Markt brachte und 80 Prozent aller aktuell angebotenen Produkte in den vergangenen vier Jahren neu auf den Markt kamen, gibt es bei Kärcher ein traditionelles Kernprodukt: den beheizten Hochdruckreiniger. Mit den Hochdruckreinigern begründete Alfred Kärcher sein innovationsstarkes Unternehmen, welches heute der größte Reinigungsgerätehersteller der Welt ist.

Daher ist es auch für Kärcher etwas Besonderes, wenn eine völlig neue Generation beheizter Hochdruckreiniger der Mittel- und Super-Klasse vorgestellt wird. Die besonders im Kfz-Gewerbe erfolgreiche Vorgänger-Baureihe wird nun nach 15 Dienstjahren und nur einer Überarbeitung vor vier Jahren bis zum Jahreswechsel Stück für Stück in allen internationalen Märkten durch eine von Grund auf neu entwickelte Gerätefamilie ersetzt.

Viel in neue Geräte investiert

Die Entwicklung und Markteinführung der neuen beheizten Hochdruckreiniger der Mittel- und Super-Klasse gilt als größtes Einzelinvest in ein neues Produkt bei Kärcher. Immerhin wurde eigens für diese Gerätefamilie eine neue Produktionshalle errichtet, in welcher auf hochmodernen Spritzmaschinen das komplexe Kunststoffchassis mit integrierten Tanks produziert wird.

Bereits Ende 2006 wurde die wesentliche Entwicklungsarbeit der neuen Hochdruckreiniger abgeschlossen. Und seit dem vergangenen Herbst wurden mit einer Flotte Prototypen intensive Feldtests ausgeführt. Anfang 2008 startete im Kärcher-Werk Winnenden die Fertigung der ersten Serien in acht unterschiedlichen Grundvarianten.

Ausgetüftelte Konstruktion

Schon im Pflichtenheft der neuen Hochdruckreinger-Generation wurde eine maximale Mobilität der Geräte gefordert. Aus mehreren Alternativen kristallisierte sich schließlich das so genannte Jogger-Prinzip heraus. Im Prinzip lassen sich die neuen Hochdruckreiniger daher trotz eines Eigengewichts von vollgetankt gut 200 kg so leicht rangieren wie ein Kinderwagen. Selbst einzelne Stufen wie Bordsteinkanten lassen sich von einem Anwender alleine bewältigen. Dazu gibt es extra eine Kipphilfe am Gehäuse. Voraussetzung für diese Manövrierfähigkeit sind der zentrale Schwerpunkt sowie die Anordnung der Haupträder und der kleinen Stützräder. Der günstige Schwerpunkt wurde dadurch erreicht, das gegenüber dem Vorgängermodell Brenner und Pumpeneinheit die Plätze tauschten. Der schwere Brenner steht jetzt fast mittig im Chassis. Wie bei Kärcher üblich entstand die neue Gerätegeneration in einem dreidimensionalen CAD-System und wurde mit Technologien, wie Virtual Reality Stück für Stück verfeinert. Dabei wurde nichts dem Zufall überlassen, schließlich ist Kärcher im Segment der beheizten Hochdruckreiniger Marktführer. Mehr als 30 Prototypen wurden für die Erprobung in Feldtests gebaut, um eventuelle Schwachstellen aufspüren zu können.

Zu den zentralen Entwicklungszielen zählten vor allem verstärkter Klimaschutz, hohe Wirtschaftlichkeit sowie hohe Qualität. Alle neuen Hochdruckreiniger verfügen deshalb über die so genannte Eco-Stufe. Wird diese Stufe am zentralen Hauptschalter aktiviert, erfolgt automatisch eine Temperaturregelung auf 60 Grad Celsius. Das deckt mehr als 80 Prozent aller Arbeiten ab. Dabei sinkt der Kraftstoffverbrauch um 20 Prozent gegenüber einer üblichen Einstellung von 80 Grad Celsius. Übrigens lassen sich diese neuen Kärcher-Geräte bedenkenlos mit Biodiesel betreiben. Viel Feinarbeit wurde in die Brennertechnologie gesteckt. Zur Verbrennungsüberwachung wird ein Abgastemperaturfühler eingesetzt. Durch ein neues Turbogebläse wird der Brenner bei allen Umgebungsluftdruckverhältnissen optimal mit Luft versorgt, wodurch eine kontinuierliche, saubere Verbrennung des Kraftstoffs erfolgt. Immerhin bieten die neuen Heißwasser-Hochdruckreiniger je nach Modell eine Brennerleistung, die dem Dreifachen einer üblichen Eigenheimheizung entspricht.

Um typische Bedienungsfehler zu vermeiden und um die Gerätetechnik langfristig einsatzbereit zu halten, führt Kärcher mit den neuen Geräten die Systempflege ein. Dabei handelt es sich um den Einsatz spezieller Reinigungsmittel, ohne die das Gerät nicht arbeitet. Nur wenn eine Flasche mit RM 10 oder RM 11 im seitlichen Einschub eingesteckt ist, funktioniert der Hochdruckreiniger. Ein in jeder Flasche integrierter RFID-Chip macht dieses Verfahren möglich. Die beiden System-pflege-Reinigungsmittel unterscheiden sich nach Art des verwendeten Wassers und beugen der inneren Verkalkung des Hochdruckreinigers sowie der korrosionsfördernden Schwarzwasserbildung vor. Am Serviceschalter kann der Anwender die Wasserhärte, nach der sich die Dosierung der Systempflege richtet, einstellen. Um der Verklebung der Ventile vorzubeugen, spült der Hochdruckreiniger nach jeder Verwendung von Reinigungsmittel aus den integrierten 10-Liter- und 20-Liter-Reinigungsmitteltanks automatisch mit Klarwasser nach.

Durchdachtes Bedienkonzept

Große Aufmerksamkeit hat man dem Bedienkonzept der neuen Hochdruckreiniger gewidmet. So können die Kunden die Geräte auf Wunsch mit einer integrierten Schlauchtrommel bestellen, das Strahlrohr lässt sich beidseitig verliersicher am Gerätedeckel einklinken. Alle Bedienelemente und Anzeigen, alle zu geringen Füllstände werden über LED signalisiert, sind zentral im Instrumententräger zusammengefasst. Hier befindet sich der Hauptschalter für alle Funktionen sowie der Temperaturregler. Wie gewohnt wird der Wasserdruck am direkt an der vibrationshemmenden Handspritzpistole eingestellt. Auch der Regler für die Dosierung der beiden Reinigungsmittel erfolgt am Instrumententräger. Oberhalb des Instrumententrägers befindet sich ein Fach für Austauschdüsen und Zubehör. Um die Feststellbremse der Räder zu bedienen gibt es seitlich einen zentralen Fußschalter. Sollte der Hochdruckreiniger verladen werden müssen, gibt es serienmäßig auf beiden Seiten ausziehbare Tragegriffe. Drei Mann können ein Gerät so zum Beispiel leicht auf die Ladefläche eines Transporters heben. Alternativ kann der Hochdruckreiniger auch mit einem Gabelstapler gefahrlos gehoben werden. Selbst an Verzurrösen haben die Kärcher-Entwickler gedacht. Bei der Technik der neuen Hochdruckreiniger-Generation hat man in Winnenden bewährte Systeme verfeinert. Wie üblich verfügt die in den neuen Geräten mit besserem Wirkungsgrad arbeitende Hochdruckpumpe über Keramikkolben. Alle wasserführenden Teile werden im Werk mit speziellem Korrosionsschutz behandelt. Weil die Geräte wie beschrieben nur mit System-pflege betrieben werden können, hat Kärcher die Garantie auf die Heizspindel auf vier Jahre ausgeweitet.

Acht Modelle

Sollte den Hochdruckreinigern mal das Wasser ausgehen, so sorgt ein Trocken-laufschutz dafür, dass dadurch kein Schaden entstehen kann. Einmal im Jahr benötigen die beheizten Hochdruckreiniger einen Service.

Beginnend zu Preisen ab knapp unter 3.000 Euro für das Basismodell, kaum teurer als die Vorgängerbaureihe, sind die neuen Hochdruckreiniger inzwischen in acht Varianten im Markt verfügbar. Je nach Ausstattung bieten sie einen Druck von 180 bar und höher, bei einer stündlichen Wasserfördermenge ab 800 Litern in der Mittelklasse und bis zu 1.300 Litern in der Superklasse. Für die Anwendung in Kfz-Werkstätten eignet sich besonders der HDS 10/20-4 M/MX für knapp 3.200 Euro mit 200 bar Wasserdruck und 1.000 Liter Wasserförderleistung pro Stunde.

Bernd Reich

KOMMENTARE


Peter Kähmann

17.06.2020 - 10:47 Uhr

mit Öl beheizte Hochdruckreiniger unterliegen der Verordnung über Kleinfeuerungsanlagen 1.BImSchV. Werden beheizte Hochdruckreiniger in Betrieb genommen muss der zuständige Schornsteinfeger sein oK dazu geben. Also sind diese Geräte meldepflichtig. Ich kenne nur einen beheizten Hochdruckreiniger, mit dem die gesetzlichen Vorgaben der 1.BImSchV erfüllt werden. Das ist aber kein mit ölbeheiztes Hochdruckgerät der Firma Kärcher. Die Verbraucher werden leider nicht vor dem Kauf auf diese Verordnung hingewiesen. Gerne können Sie weitere Details bei mir anfordern.


Peter Kähmann

20.09.2020 - 11:18 Uhr

Entscheidungshilfen für den Erwerb eines Hochdruckreinigers für die Reinigung mit Öl, Fett und Schmutz behafteter Oberflächen In vielen Motoren-Aufbereitungsbetriebe, Fertigungs- und Reparaturwerken werden täglich Maschinen und bearbeitete Gegenstände von Öl, Fett und Schmutz befreit. Für diese Reinigungsarbeiten hat sich der Hochdruckreiniger mit Heißwasser durchgesetzt. Für das effiziente manuelle Reinigen mit der Hochdrucklanze haben sich Hochdruckreiniger mit bis zu 150 bar, ca. 900 l/h und mit einer Wassertemperatur von 80 bis 90 °C bewährt. Bei Temperaturen ab 80°C kann in der Regel auf Reinigungsmittel verzichtet werden. Das hat den Vorteil, dass der Wäscher keiner unzumutbaren Reizung der Schleimhäute durch Chemikalien ausgesetzt wird und eine langzeitbeständige Öl-in-Wasser-Emulsion vermieden wird. Abwasserrechtliche Genehmigung für die Indirekteinleitung des Abwassers Trotz Allem entsteht bei den Arbeiten mit dem Hochdruckreiniger eine Öl-in-Wasser-Dispersion und Emulsion, die mit klassischen Öl- und Koaleszenzabscheider nicht unbehandelt in die Kanalisation abgeleitet werden darf. Für eine zusätzliche Abwasserbehandlung werden chemische Emulsionsspaltanlagen vielfach vorgeschrieben, die bedienungs-, wartungs- und kostenintensiv sind. Um den behördlichen Genehmigungen und Überwachungen zu entgehen, haben sich Vollkreislaufanlagen ohne Kanalanschluss über viele Jahre durchgesetzt und bewährt. Mit diesen Anlagen kann uneingeschränkt mit dem Hochdruckreiniger effizient und kostengünstig gearbeitet werden. Trinkwasser wird eingespart und führt so zu einer ressourceneffizienten Reinigungsart. Abgasverordnung über Kleinfeuerungsanlagen Mit Öl oder Gas beheizte stationäre und mobile Hochdruckreiniger unterliegen der Verordnung über Kleinfeuerungsanlagen 1.BImSchV. Der Hersteller hat den Nachweis zu erbringen, dass der Hochdruckreiniger Stickstoffdioxidwerte NOx im Abgas nicht überschreitet: Gasbetrieb: NOx < 60 mg/KW Ölbetrieb: NOx < 110 mg/KW Bei der Abgasmessung durch den Schornsteinfeger müssen folgende Abgasgrenzwerte eingehalten werden: Gas oder Ölbetrieb: bei einer Wärmeleistung bis 50 KW = Abgaswärmeverlust 10 % Gas oder Ölbetrieb: bei einer Wärmeleistung über 50 KW = Abgaswärmeverlust 9 % Ölbetrieb: die Rußzahl < 1 ohne Ölderivate im Abgas Mit den mobilen Hochdruckgeräten werden die Abgase in die unmittelbare Umgebungsluft abgeführt. Der Wäscher neigt dazu, den Waschprozess an der Hochdrucklanze stetig begründet kurzzeitig zu unterbrechen. Hierbei schaltet der mit Heizöl oder Dieselkraftstoff betriebene Brenner ab und wird nach wenigen Sekunden neu gestartet. Bei jedem Startvorgang werden mit Ruß und Ölderivaten belastete Abgase an die Umwelt abgegeben. Die Geruchsentwicklung der nicht vollständig verbrannten Gase ist sehr hoch und gefährdet und belästigt Personen in der Umgebung. Wassergekühlte mobile Hochdruckreiniger sind in der Lage bei den typischen Kurzstopps die Brennerenergie zu kompensieren. Bei diesen Hochdruckreinigern schalten die Brenner bei den Kurzstopps nicht ab. Es entsteht eine ungestörte homogene Verbrennung über den gesamten Waschzyklus, der die Umwelt und Klima schont und gleichzeitig die Temperatur des Waschwassers konstant hält. Diverse Bauteile werden durch diese Steuerung vor hohen thermischen Wechselspannungen bewahrt und tragen wesentlich zur Nachhaltigkeit des Hochdruckreinigers bei. Meldepflicht zu den mobilen Hochdruckreinigern bei den Bezirksschornsteinfegern Mobile mit Gas oder Öl beheizte Hochdruckreiniger fallen unter den Anwendungsbereich der 1.BImSchV, wenn sie länger als drei Monate, die auf die Inbetriebnahme folgen, an demselben Ort betrieben werden. Der Betrieb an demselben Ort ist nicht mit dem Begriff „ortsfest“ gleichzusetzen, setzt also nicht voraus, dass bestimmte Betriebseinrichtungen mit dem Grund und Boden fest verbunden sind. Das bedeutet, dass die Anlage nicht stets denselben Standpunkt haben muss, wenn sie am selben Ort betrieben wird. Es kommt darauf an, ob die Grundlagen für die immissionsschutzrechtliche Beurteilung auch bei gewissen Änderungen des Standpunktes dieselben bleiben. Erfolgt der Betrieb auf demselben Gelände (z. B. Baustellengelände) aber an unterschiedlichen Aufstellungspunkten wird die Feuerungsanlage an demselben Ort betrieben. Das ist in der Regel auch anzunehmen, wenn das Betriebsgrundstück dasselbe bleibt (§ 3 Abs. 5 Nr. 3 des Bundesimmissionsschutzgesetzes – BImSchG). Somit fallen z. B. auch mobile Dampfstrahl- und Hochdruckreinigungsgeräte, die mindestens 3 Monate auf demselben Betriebsgelände betrieben werden, in den Anwendungsbereich der §§ 4 bis 20 sowie die §§ 25 und 26 der 1. BImSchV. Der Betreiber dieser Anlagen ist nach § 1 des Schornsteinfegerhandwerksgesetzes verpflichtet, diese Anlagen den zuständigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger zu melden. Hygiene bei der Nutzung von Hochdruckreinigern Grundsätzlich werden bei der Reinigung mit der Hochdrucklanze Wassertröpfchen und Aerosole in großen Mengen erzeugt, die dem Reinigungspersonal im Wirkbereich durch Inhalation in die Lunge geraten. Mobile Hochdruckreiniger werden in der Regel mit Trinkwasser versorgt. In Trinkwasserleitungen und Schlauchaufroller, die wenig oder selten durchflossen werden, können sich insbesondere in der warmen Jahreszeit Legionellen, Viren, Bakterien und Pilze bilden. Deswegen sind die Wasserversorgungseinrichtungen gründlich zu spülen, bevor ein Hochdruckgerät angeschlossen und betrieben wird. Nicht keimfreies Trinkwasser, Regenwasser oder Recyclingwasser sollten grundsätzlich in stationären Hochdruckreinigern mit einer thermischen Entkeimungssteuerung auf mindestens 80°C erhitzt werden. Es besteht die Gefahr, dass das Reinigungspersonal durch Bakterien, Viren und Pilze infiziert wird. Gesundheitlich geschwächte Personen können dabei schwer erkranken und erheblich in ihrer Gesundheit beeinträchtigt werden. Die Gefährdung bei solchen Arbeiten ist vom Arbeitgeber zu beurteilen. Diese Arbeiten zählen unter anderem zu Tätigkeiten mit Biostoffen für die entsprechende Maßnahmen abzuleiten sind. In § 6 der Gefahrstoffverordnung und den §§ 4 und 6 der Biostoffverordnung ist diese Forderung gesetzlich verankert. Die thermische Entkeimungssteuerung bewirkt bei allen Betriebszuständen die absolute Entkeimung des Waschwassers, bevor es mit hohen Druck aus der Hochdrucklanze austritt. Bereits vor Waschbeginn wird das gesamte Hochdrucksystem bis an die Ausstrahldüse in der HD-Lanze mit über 80°C entkeimt und erst danach mit Hochdruck dem Wäscher freigegeben. Der Wäscher neigt dazu, den Waschvorgang an der Hochdrucklanze stetig zu unterbrechen. Dieses ist typisch um den Reinigungszustand und den Reinigungsfortschritt des Objektes zu kontrollieren. Die Entkeimungssteuerung bewirkt mit der Bypass-Schaltung dass der Brenner und die Hochdruckpumpe weiterlaufen und die Entkeimungstemperatur von über 80°C im Waschwasser beibehalten wird. Weitere Vorteile der Bypaßsteuerung kennzeichnen sich dadurch, dass der Ölbrenner bei den typischen Kurzstopps durchläuft. So werden Immissionen der Schadstoffe in die Umgebungsluft vermieden. Die Anhäufung von Rußpartikeln und Ölderivate im Abgas bleiben aus. Es kommt eine ungestörte saubere harmonische Verbrennung über den gesamten Waschzyklus in der Brennkammer des Hochdruckreinigers zustande. Der Verschleiß der beweglichen Einheiten im Brenner und in der Hochdruckpumpe wird drastisch gemindert und trägt insbesondere zur Nachhaltigkeit des Hochdruckreinigers bei. Hierdurch werden Intervalle für Wartungs- und Servicearbeiten seltener erforderlich. Die Bypaßsteuerung ermöglicht eine Schornsteinfegerschaltung, die bei Betätigung dem Kaminkehrer unabhängig von den Wascheinrichtungen die Abgasmessung ermöglicht. Die Bypaßsteuerung bewirkt nach dem Betrieb die automatische Druckentspannung im gesamten Hochdrucksystem und öffnet die Pistole an der HD-Lanze für den Neustart mit der Anfahr-Entkeimung oder ermöglicht in Vollkreislaufanlagen eine zusätzliche Systemspülung bei längeren Anlagenstillständen. Eignung für den Betrieb mit Recyclingwasser Hochdruckgeräte, die im Vollkreislauf ohne Kanalanschluss zum Reinigen kohlenwasserstoffbehafteter Oberflächen betrieben werden sollen müssen nachweislich diesen Anforderungen entsprechen und dafür ausgelegt sein. Alle mit dem Waschwasser kontaktierenden Werkstoffe und insbesondere die elastomeren Dichtungen müssen beständig gegen die Kohlenwasserstoffe sein, die in den Kreislauf gelangen. Die maximale zulässige Partikelgröße des sich im Recyclingwasser befindlichen Schmutz muss mit Vorfiltern für einen gesicherten Betrieb mit dem Hochdruckgerät sichergestellt werden. Weiterhin muss der pH-Wert, der Leitwert in µS und der Chlorid-Gehalt in mg/l vom Recyclingwasser dem Hersteller bekannt gemacht werden. Aufstellungsort für stationäre Hochdruckreiniger Der Aufstellraum für das Hochdruckgerät muss den Vorgaben einer Feuerstätte entsprechen. Die Raumgröße sollte mindestens 4 m³ je KW der Gesamtnennwärmeleistung entsprechen. Für die Brennerzuluft ist eine ins Freie führende Öffnung von mindestens 150 cm² vorzuweisen. Der Aufstellraum mit einer Tür ins Freie in frostsicherer Ausführung. Abgaskamin für den stationären Hochdruckreiniger Hochdruckgeräte mit einer wassergekühlten Brennkammer erreichen einen sehr hohen Wirkungsgrad. Abgasgrenzwerte von < 4% werden erreicht mit einer geringen Abgastemperatur. Diese Geräte bewegen sich an der Grenze der Brennwerttechnik und verbrauchen entsprechend wenig Heizmittel. Der Abgaskamin sollte daher aus dem Werkstoff Edelstahl 1.4571 bestehen um Korrosion durch Kondensation zu vermeiden. Entkonservierung von mit Paraffin beschichteten Teilen. Anlagenteile werden vielfach mit einer Wachsschicht aus Paraffin zum Korrosionsschutz eingelagert. Die Entwachsung dieser Teile wird vielfach mit sehr heißem Hochdruckwasser unter Zugabe von Entwachsungsmittel durchgeführt. Diese Arbeiten können in Vollkreislaufanlagen effektiv durchgeführt werden. Jedoch muss dem Hersteller des Hochdruckreinigers das Entwachsungsmittel genannt werden. Die Werkstoffe im Hochdruckreiniger müssen auf das Entkonservierungsmittel abgestimmt werden.


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