Tiefensee: Kaufhilfen für Elektroautos wichtig

12.08.2009 18:28 Uhr
Wolfgang Tiefensee am Mittwoch in Berlin.
© Foto: Total

"Elektromobilität muss raus aus der Nische und rein in den Massenmarkt", sagte der Bundesverkehrsminister am Mittwoch beim Richtfest für eine neue Wasserstofftankstelle in Berlin. Konkrete Markteinführungshilfen konnte er aber nicht versprechen.

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat an die Automobil- und Energiebranche appelliert, batterie- und wasserstoffbetriebene Elektroautos auf den Markt zu bringen. "Elektromobilität muss raus aus der Nische und rein in den Massenmarkt", sagte Tiefensee am Mittwoch beim "Richtfest" für eine neue Wasserstofftankstelle in Berlin. Mit einem allgemeinen Run auf das E-Auto rechnen die Experten aber frühestens nach 2020. Zur Beschleunigung seien deshalb Kaufanreize erforderlich. Das könnten Zuschüsse, aber auch steuerliche Erleichterungen sein. Solche Einzelheiten sollten aber in der jetzt zu Ende gehenden Wahlperiode nicht vorweg entschieden werden, meinte Tiefensee. Die Bundesregierung will ihr inzwischen bekanntgewordenes Konzept für das künftige Elektroauto in der kommenden Woche beschließen. Darin werden zwar für die Zukunft Markteinführungshilfen für 100.000 neue E-Autos empfohlen - aber ohne Nennung von Beträgen. Das Umweltministerium hatte sich dem Vernehmen nach für Kaufhilfen von je 5.000 Euro und damit insgesamt 500 Millionen Euro ausgesprochen. Im Falle der von Total künftig in Berlin Mitte betriebenen Wasserstofftankstelle kann gasförmiger Wasserstoff mittels Elektrolyse vor Ort selbst hergestellt werden. Strom soll aus erneuerbarer Energie wie Windkraft kommen, deren schwankendes Angebot nach Firmenangaben technisch ausgeglichen werden kann. Die neue Wasserstofftankstelle ist nach Angaben des Verkehrsressorts die erste von vier Tankstellen, die vom Ministerium gefördert und innerhalb der nächsten zwei Jahre in Berlin errichtet werden. Sie soll ab Februar 2010 im Rahmen der "Clean Energy Partnership" (CEP) in Betrieb gehen. 40 wasserstoffbetriebene Pkw testen seitdem den Einsatz von Wasserstoff im Straßenverkehr. (dpa)

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