Strategie: TÜV Süd will Umsatz bis 2013 verdoppeln

20.12.2007 14:04 Uhr
TÜV-Süd-Vorstandschef Axel Stepken
© Foto: TÜV Süd

Mittelfristig sollen rund 2,3 Milliarden Euro erlöst werden / Wachstum aus eigener Kraft und durch Zukäufe in Asien

Der TÜV Süd bei seinen Wachstumsplänen aufs Tempo. In den kommenden sechs Jahren sollen die Umsätze auf rund 2,3 Mrd. Euro fast verdoppelt werden, sagte TÜV-Süd-Vorstandschef Axel Stepken am Donnerstag in München. "Das entspricht einem jährlichen Wachstum von zehn Prozent, das wir je zur Hälfte aus eigener Kraft und durch gezielte Zukäufe in lukrativen Märkten erzielen werden." Für den schärfer werdenden Wettbewerb und den Fall des letzten Monopols im Industrie-Prüfgeschäft Anfang 2008 sei das Unternehmen auch alleine gerüstet, erklärte Stepken. "Wir suchen im Moment keine Partner. Wir sind auf die Liberalisierung des Industriegeschäfts vorbereitet." Im deutschen Markt, der auch künftig eine Schlüsselrolle für den TÜV Süd spielen solle, gehe es in den kommenden Jahren darum, die Marktanteile gegen neue Wettbewerber zu verteidigen. Daneben wolle man neue Absatzmärkte erobern und so die Internationalisierung vorantreiben, so Stepken. Neue Geschäftsmöglichkeiten sieht der TÜV-Süd-Chef beispielsweise im Zuge der Erschließung alternativer Energiequellen. Bei den geplanten Zukäufen habe man vor allem die wachstumsstarken asiatischen Märkte im Blick, sagte Stepken. Ein Schwerpunkt werde dabei die Zulassung pharmazeutischer Produkte sein. 2007 habe der TÜV Süd sein fünftes Wachstumsjahr in Folge erlebt. Der Konzernumsatz werde im Vergleich zum Vorjahr um rund sieben Prozent auf mindestens 1,25 Mrd. Euro steigen, sagte Stepken. Fast die Hälfte der Erlöse entfalle auf das Geschäftsfeld Industrie. Weitere 37 Prozent macht das Geschäftsfeld Mobilität aus, in dem auch die Hauptuntersuchungen für Autos enthalten sind. Gut ein Viertel seiner Gesamtumsätze erwirtschaftete der TÜV Süd 2007 im Ausland. Im Zuge der Wachstumspläne für die kommenden Jahre soll der Auslandsanteil an den Erlösen auf mindestens 40 Prozent erhöht werden. Weltweit kommt die Unternehmensgruppe zum Ende dieses Jahres auf rund 13.300 Beschäftigte. (dpa)

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