Service: Wartungsmüdigkeit und Schwarzarbeit bereiten Sorge

04.07.2008 10:04 Uhr
Axel Koblitz: Investitionen der Werkstätten "spiegeln verhaltenen Optimismus wider".
© Foto: ZDK

Der ZDK zeigt sich besorgt über die zunehmende Schwarzarbeit. Vor allem Besitzer älterer Fahrzeuge würden momentan so wenig Geld wie möglich in Werkstattleistungen investieren. Leicht eingetrübt hat sich laut Hauptgeschäftsführer Axel Koblitz zudem das Investitionsklima der Kfz-Betriebe.

Deutschlands Autofahrer sparen an Reparaturen und Wartung für ihre Fahrzeuge. Vor allem die Halter älterer Autos überlegen, ob sie Geld für einen Werkstattbesuch ausgeben. Rund vier Millionen Wagen, die älter als acht Jahre sind, sahen im vergangenen Jahr keine Werkstatt von innen. Diese Zahlen nannte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, Axel Koblitz, am Donnerstag in Frankfurt anlässlich der Automechanika-Vorschau. Als Alternative legen die Pkw-Besitzer verstärkt selbst Hand an oder lassen schwarz arbeiten. Den Schaden durch Schwarzarbeit bezifferte der Verband für seine 39.500 Mitglieder auf 1,6 Milliarden Euro. Leicht eingetrübt habe sich zudem das Investitionsklima der Kfz-Betriebe. Bei den technischen Investitionen mit durchschnittlich knapp 20.000 Euro gehe es vor allem um die Modernisierung der Werkstattausrüstung. In Immobilien wolle die Branche in den Jahren 2008 und 2009 rund 237 Millionen Euro weniger investieren. Insgesamt seien dies Ausgaben in Höhe von 710 Millionen Euro. Koblitz: "Diese Investitionen spiegeln den verhaltenen Optimismus wider." Als Mittel gegen die Wartungsmüdigkeit wollen die Werkstätten Haltern älterer Autos künftig Festpreispakete anbieten und verstärkt zu umweltfreundlichem Service beraten. Probleme machen dem Kfz- Gewerbe die schleppenden Autoverkäufe. "Wir hatten 2007 das schlechteste Jahr seit 1989 im Vertrieb und auch 2008 haben wir Probleme", sagte Koblitz. Ursachen seien die explodierenden Benzinpreise und "das Gezerre um die Kfz-Steuer". Von der am 16. September beginnenden Automechanika erwartet die Branche neue Impulse. Unter anderem stellt sie Nachrüstfilter für Kleintransporter vor und erhofft sich davon mehr Kundschaft aus den Handwerksbetrieben. Von diesen sind 90 Prozent mit dieselgetriebenen Kleintransportern unterwegs. (dpa/rp)

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