Schaeffler: Voraussetzung für Kapitalerhöhung geschaffen

Auf der Hauptversammlung von Schaeffler wurde die Ausgabe neuer Aktien beschlossen - und somit die Voraussetzung für eine Kapitalerhöhung geschaffen.
© Foto: picture alliance / Daniel Karmann/dpa

Der Zulieferer steckt mitten in einem tiefen Transformationsprozess und braucht frisches Geld. Auf der Hauptversammlung am Dienstag wurde die Ausgabe von bis zu 200 Millionen Stück neuer Aktien bewilligt. Die Mitarbeiter protestierten am Mittwoch gegen den geplanten Personalabbau.


Datum:
16.09.2020
Lesezeit: 
2 min

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Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler hat am Dienstag die Voraussetzung für eine Kapitalerhöhung um mehr als eine Milliarde Euro geschaffen. Die Hauptversammlung beschloss, die Ausgabe von bis zu 200 Millionen Stück neuer Aktien zu ermöglichen. Die Stimmrechte bei Schaeffler liegen allesamt bei der Familie Schaeffler. Es gebe derzeit keine konkreten Übernahmeziele, sagte Familiengesellschafter Georg Schaeffler. Es gehe lediglich um Optionen und Flexibilität.

Proteste gegen Personalabbau

Zahlreiche Schaeffler-Mitarbeiter haben am Mittwoch gegen Pläne zum Personalabbau und zu Werksschließungen bei dem fränkischen Familienunternehmen protestiert. Am Standort Schweinfurt hätten sich rund 1.500 Mitarbeiter an einer Protestveranstaltung beteiligt und am Firmensitz in Herzogenaurach hätten rund 200 Schaeffler-Beschäftigte an einem "Trauermarsch" teilgenommen, teilten Gewerkschafter der IG Metall mit. Am unterfränkischen Standort Eltmann seien mehrere Hundert Schaeffler-Mitarbeiter auf den Marktplatz gezogen.

An vielen weiteren Schaeffler-Standorten, darunter Ingolstadt, Luckenwalde (Brandenburg) und Wuppertal (Nordrhein-Westfalen) sind für den Nachmittag Protestveranstaltungen geplant. Die Aktionen richten sich gegen den Plan der Unternehmensleitung, bis Ende 2022 rund 4.400 Arbeitsplätze abzubauen und auch ganze Werke zu schließen oder zum Verkauf anzubieten - darunter Eltmann, Luckenwalde und Wuppertal.

Schaeffler kämpft wie viele andere Zulieferer mit der Strukturkrise im Automobilbau. Die Corona-Pandemie ließ das Unternehmen nun in die roten Zahlen rutschen. Die IG Metall kritisierte am Mittwoch, das Maßnahmenpaket ziele vor allem auf den eigentlich gut laufenden Industriebereich, weniger auf die Automotive-Sparte. "Ein Großteil der 4.400 Arbeitsplätze soll im Bereich Industrie abgebaut werden", sagte Thomas Höhn von der IG Metall in Schweinfurt. (dpa)

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