Einen leistungsstarken E-Motor ohne seltene Erden hat der Zulieferer Astemo entwickelt. Auf dem Markt kommen soll die Technik ab 2030. Mit der Entwicklung reagiert das Gemeinschaftsunternehmen von Honda und Hitachi auf die Versorgungs- und Geopolitikrisiken rund um Werkstoffe wie Neodym, die heute in vielen E-Automotoren stecken.
Aktuell existieren zwar diverse Alternativen zu den sogenannten, aktuell dominierenden Permanentmagnetmotoren. Allerdings haben sie jeweils eigene Nachteile wie einen großen Kupferverbrauch in der Produktion oder einen hohen Bauraumbedarf. Beides soll bei dem Alternativmotor der Japaner nicht der Fall sein.
Die Lösung ist ein Antriebssystem auf Basis von Synchronreluktanztechnik, bei der die Drehbewegung nicht primär durch starke Permanentmagnete entsteht, sondern durch gezielt aufgebaute Magnetpole im Eisenkern des Rotors. Konkret kombiniert Astemo einen 180 kW / 245 PS starken Hauptantrieb mit gut verfügbaren, aber vergleichsweise schwachen Ferritmagneten sowie einen bis zu 135 kW / 184 PS starken Nebenantrieb. Letzterer soll komplett ohne Magnete auskommen. Bis zur Serienreife sind aber noch Herausforderungen zu lösen – unter anderem ist aufgrund hohen Stromflusses eine leistungsfähige Kühlung für den Stator nötig.