Quartalsbericht: Leoni rutscht in rote Zahlen

Leoni ist in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres in die roten Zahlen gerutscht.
© Foto: Leoni

Der Kabelspezialist verbuchte im ersten Quartal 29019 einen Verlust von 132 Millionen gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für den weiteren Jahresverlauf gibt sich der Zulieferer aber optimistisch.


Datum:
15.05.2019

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Der angeschlagene Autozulieferer und Kabelhersteller Leoni hält sich nach dem Quartalsverlust bedeckt zum weiteren Jahresverlauf. Das Marktumfeld sei weiter sehr unsicher und instabil, sagte Vorstandschef Aldo Kamper am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. Die Nachfrage von Kunden in China sei nach wie vor sehr schwach, in Europa blieb der Start ins zweite Quartal verhalten.

Der seit September amtierende Niederländer Kamper rechnet zwar damit, im ersten Quartal beim Ergebnis und bei der Entwicklung der freien Finanzmittel die Talsohle erreicht zu haben und im weiteren Jahresverlauf eine "spürbare" Verbesserung zu erzielen. Mit konkreten Finanzzielen wollte er das aber nicht unterlegen. Die Aktie von Leoni stürzte am Vormittag erneut deutlich ab.

Das Nürnberger Unternehmen ist zum Jahresauftakt tief in die roten Zahlen gerutscht. Das Unternehmen hatte zudem angekündigt, für den anstehenden Refinanzierungsbedarf alle Optionen zu prüfen, um die langfristige Finanzierungsbasis auf sicherere Füße zu stellen.

Im ersten Quartal verbuchte Leoni nach Einmaleffekten unterm Strich einen Verlust von 132 Millionen Euro nach einem Plus von 44 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank um fünf Prozent auf 1,26 Milliarden Euro. Leoni kämpft mit der schwachen Autoindustrie, aber auch mit hausgemachten Problemen. Der Produktionsbeginn eines Werkes im mexikanischen Merida funktionierte nicht richtig und konnte die Auftragslage lange nicht bewältigen.

Analystin Yasmin Steilen von der Commerzbank rügte, die Quartalsergebnisse seien schlechter als befürchtet. Die Entwicklung der freien Finanzmittel sei alarmierend, ergänzte Christian Glowa von Hauck & Aufhäuser. Daniel Kukalj von der Quirin Bank geht davon aus, dass das Unternehmen sich frisches Geld beschaffen muss. (dpa)

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