Der neue Xpeng P7+ gibt Mitte Januar auf der Brüssel Motor Show seine Europapremiere. Die fünfsitzige Fastback-Limousine ist das erste KI-definierte Fahrzeug der chinesischen Hightech-Marke. Ab April 2026 ergänzt der P7+ das europäische Portfolio. In Deutschland starten die Preise bei 46.600 Euro für die Version "Standard Range".
Mit 5,07 Metern Länge und einem Radstand von drei Metern positioniert sich die Limousine als geräumiger Fastback für Kunden, die sportliches Design mit Alltagstauglichkeit verbinden wollen – inklusive großem Kofferraum, hoher Reichweite und ultraschnellem Laden.
Xpeng P7+
Nach einem erfolgreichen Pilottest wird der P7+ künftig auch bei Magna Steyr in Graz gefertigt – als drittes Modell nach dem SUV-Coupé G6 und dem G9. Damit wird der steirische Auftragsfertiger zum ersten lokalen Produktionspartner der Marke in Europa. "Europa ist ein strategisch wichtiger Kernmarkt für Xpeng", sagte Jacky Gu, ATC Chairman & E-Powertrain Vice President bei Xpeng.
Xpeng P7+: Das sind die Antriebe
Angeboten wird der P7+ mit mehreren Antriebsvarianten. Der Einstieg beginnt mit der 180 kW/245 PS starken, heckgetriebenen Version für 46.600 Euro. Sie ist gekoppelt mit einer 61,7 kWh großen Batterie, die eine Reichweite von maximal 455 Kilometer verspricht.
Die Long Range-Variante für 49.600 Euro hat eine Leistung von 230 kW/313 PS und einen 74,9 kWh-Akku, der 530 Kilometer durchhalten soll. Topmodell wird die Allradvariante AWD Performance. Sie kostet 53.600 Euro, ist 370 kW/503 PS stark und hält mit dem 74,9 kWh-Akku gut 500 Kilometer durch.
Technisch setzt Xpeng auf die aus den SUV-Modellen bekannte 800-Volt-Architektur, die Reichweiten von bis zu 530 Kilometern nach WLTP ermöglicht. Zudem sorgt eine Ladeleistung von bis zu 446 kW für kurze Stopps: Die 5C-Hochvoltbatterie lässt sich in zwölf Minuten von zehn auf 80 Prozent laden. Grundlage für die intelligenten Funktionen bei Fahrwerk, Antrieb und Cockpit ist der von Xpeng entwickelte Turing AI Chip.
"Von zukunftsfähigen Turing-Chips bis hin zum eleganten Design – wir freuen uns darauf, dass Fahrer ein Fahrzeug erleben können, das für die nächste Ära der intelligenten Mobilität gebaut wurde", erklärt He Xiaopeng, Vorsitzender und CEO.
Im Marktumfeld sieht sich der P7+ einer starken, etablierten Konkurrenz gegenüber. Teslas Model S gilt weiterhin als Referenz. Daneben stehen Limousinen wie der BMW i5, der Mercedes EQE, der Polestar 5 und der VW ID7. Gleichzeitig drängen weitere chinesische Hersteller wie BYD oder Nio mit ähnlich technologiegetriebenen Konzepten auf den europäischen Markt.
Xpeng verdoppelt Absatz
Im vergangenen Jahr lieferte Xpeng weltweit 429.445 Fahrzeuge aus – mehr als doppelt so viele wie 2024. Außerhalb des Heimatmarkts stiegen die Auslieferungen auf 45.008 Einheiten, ein Plus von 96 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Marke ist inzwischen in 26 europäischen Ländern aktiv und hat 2025 in München ein Forschungs- und Entwicklungszentrum eröffnet.