Mercedes-AMG GLE/GLS 63 S 4Matic+: Frisch aus der Muckibude

18.06.2026 09:32 Uhr | Lesezeit: 3 min
Markanter Auftritt: Die Frontpartie des GLS 63 S 4Matic+ wurde beim Facelift deutlich verjüngt.
© Foto: Mercedes-Benz

Leistung und Luxus schließen sich nicht aus. Das beweisen die AMG-Versionen von Mercedes GLE und GLS seit Jahren. Jetzt haben die Spitzenmodelle aus Affalterbach eine zweite Rundum-Verjüngungskur erfahren.

Die Basis der Performance-Modelle GLE 63 S 4Matic+ und GLS 63 S 4Matic+ sind alte Bekannte. 2019 wurden die beiden noch immer aktuellen Baureihen eingeführt, 2023 gab es eine kräftige Überarbeitung. Mittlerweile sind die leistungsmäßig etwas zivileren Versionen in einer nochmals facegelifteten Version zu haben. Und in der zweiten Jahreshälfte folgen die 63er-Varianten. Bei denen haben die Techniker und Designer ein ganzes Bündel von Maßnahmen abgearbeitet. Ihr Hauptziel: Trotz immer weiter verschärfter Verbrauchs- und Abgasvorgaben den Fortbestand des V8-Antriebs zu sichern.

Diese Aufgabe erforderte einigen Aufwand am guten alten Bekannten namens AMG M177, der deswegen jetzt den Beinamen Evo tragen darf. Der 4,0-Liter-V8-Biturbo verkörpere die DNA der AMG-Motorenschmiede "in ihrer reinsten Form", heißt es aus dem Schwabenland. Man kann es auch etwas prosaischer ausdrücken: Der Antrieb ist eine Wucht. Er leistet wie sein Vorgänger 450 kW / 612 PS und liefert von 2.500 bis 4.500 U/min ein maximales Drehmoment von 850 Nm. Zart elektrisch unterstützt wird der Verbrenner bei seiner Arbeit wie gehabt von einem integrierten Starter-Generator.

Das Gesamtpaket sorgt beim GLE (und natürlich bei dessen Coupé-Version) und beim GLS für rasante Beschleunigungswerte: 3,9 und 4,2 Sekunden für den Spurt auf 100 km/h sind angesichts des Formats der beiden AMG-Modelle eine klare Ansage, die 280 km/h Spitze ebenso. Um auch künftig mit dem V8 auf Kurs zu bleiben, wurden etwa eine neue Kurbelwelle installiert, die Einlassnockenwelle optimiert, das Einspritzsystem und die Abgasnachbehandlung verbessert. So erfüllt der M177 Evo weltweit die aktuellen Emissionsnormen. Ein ausgemachter Spritsparer ist er nicht. Die WLTP-Verbrauchswerte liegen je nach Rädergröße (GLE bis 22, GLS bis 23 Zoll) zwischen 13,1 und 13,7 Litern Benzin je 100 Kilometer.


Mercedes-AMG GLE/GLS 63 S 4Matic+ (2026)

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Eine Fülle von Modifikationen an GLE 63 S 4Matic+ und GLS 63 S 4Matic+ soll sicherstellen, dass die Affalterbacher Boliden mit einer breiteren Spreizung zwischen maximalem Komfort und dynamischen Talenten anrollen. Plus natürlich mehr als ordentlichen Fähigkeiten abseits der Straße. Dafür sorgen unter anderem eine automatische Luftfeder-Regulierung, die aktive Wankstabilisierung und das AMG Hinterachs-Sperrdifferenzial. Die Dynamic-Select-Fahrprogramme Comfort, Sport und Sport+, Trail, Glätte und Individual sollen dafür sorgen, dass wirklich für jede Situation und jeden Menschen am Steuer das passende Setting bereitsteht. Das gilt auch für die Akustik: Der Klang der neuen Abgasanlage lässt sich mittels der serienmäßigen Klappensteuerung per Tastendruck an die aktuelle Fahrsituation anpassen.

Natürlich wurde auch die Optik modifiziert und modernisiert, von den laut Mercedes-AMG vollständig neu gestalteten Frontpartien mit dem markentypischen Kühlergrill, größeren Lufteinlässen und LED-Licht mit spezieller Signatur bis zu den kräftig dimensionierten Doppel-Endrohren und den Heckschürzen in Diffusor-Optik. Feine Materialien in großer Vielfalt können künftige GLE- oder GLS-Besitzer für das Interieur ordern. Dazu werden sie teils serienmäßig, teils optional von jeder Menge Komfort- und Unterhaltungsangeboten auch im Fond verwöhnt.


Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé (2026)

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Die erste Sitzprobe in den beiden Neuzugängen zeigte, dass Raumangebot, Verarbeitungsqualität und Haptik auch hochgesteckte Erwartungen erfüllen. Logischerweise mit kleinen Unterschieden – im GLS ist beispielsweise das Platzangebot in Reihe drei erkennbar größer und der Zustieg komfortabler. Das Rücksitz-Entertainment mit zwei großen Bildschirmen und diversen Einstellmöglichkeiten ermöglicht Konzert-Atmosphäre oder ganz großes Kino. Und in Reihe eins sorgt der sogenannte MBUX-Superscreen für eine weitgehend intuitive Bedienung. Auch das in Eigenregie entwickelte MB.OS (Mercedes-Benz Operating System) hat Einzug in die Luxus-SUVs mit Stern gehalten. Der Supercomputer macht in Kombination mit der Mercedes-Cloud Over-the-Air-Updates (OTA) möglich und hält GLE und GLS auf dem neuesten Stand.

Zu den Preisen hat sich Mercedes-AMG noch nicht geäußert. Zur Orientierung: Für die Vorgänger GLE 63 und GLS 63 wurden zuletzt knapp 168.000 und gut 186.000 Euro in Rechnung gestellt. Das dürfte mit den Facelift-2-Versionen nicht mehr ganz reichen.

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