Freie Werkstätten: Mehrheit ist Konzept-Partner

Die Zufriedenheit der Freien Werkstätten hängt nicht davon ab, ob sie einem Konzept angehören oder nicht.
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Einkauf, Marketing und Ausrichtung: Werkstattkonzepte können Freien Werkstätten viele Vorteile bieten. Eine Branchenanalyse zeigt eine hohe Zufriedenheit mit den Anbietern. Doch auch die wirklich unabhängigen Kfz-Betriebe sind mit ihrer Entscheidung glücklich.

Wie frei wollen Freie Kfz-Werkstätten wirklich sein? Laut einer Befragung der Teilehersteller-Initiative "Qualität ist Mehrwert" agieren 41 Prozent der Betriebe komplett unabhängig auf dem deutschen Kfz-Markt. Dagegen holen sich 54 Prozent Unterstützung durch ein oder mehrere Werkstattkonzepte ins eigene Haus. Die anderen Teilnehmer waren Angestellte oder führen eine Vertragswerkstatt/Autohaus.

Ob mit oder ohne Werkstattkonzept: Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer gab an, mit ihrer unternehmerischen Entscheidung zufrieden zu sein. 62 Prozent der Konzeptwerkstätten empfinden durch ihre Partnerschaft keine Nachteile. Ganz im Gegenteil: Zu 88 Prozent fühlen sie sich in den wichtigsten Fragen, etwa im Einkauf, im Marketing und in der strategischen Ausrichtung, gut betreut. Lediglich vier Prozent bemängeln den eingeschränkten Entscheidungsspielraum.

Ein weiteres Ergebnis: 95 Prozent der befragten Werkstätten berichteten, dass die Ersatzteil-Belieferung durch ihren jeweiligen Teilelieferanten zeitnah und absolut zufriedenstellend ablaufe. "Das ist ein Topwert und zeigt uns, wie gut der Großhandel aufgestellt und organisiert ist", betonte die Brancheninitiative aus der freien Zuliefererindustrie.

Die Frage nach der Unternehmensgröße ergab, dass 69 Prozent bis zu fünf Mitarbeiter haben. Ein Fünftel hat sechs bis zehn Beschäftigte. Bei sieben Prozent umfasst die Mannschaft elf bis 20 Mitarbeiter. Lediglich vier Prozent der Betriebe hat mehr als 20 Menschen in Arbeit.

Markenauftritt als Triebfeder

Von den kleinen Werkstätten mit bis zu fünf Mitarbeitern fühlen sich 15 Prozent manchmal in den Entscheidungen eingeschränkt, bei den größeren Werkstätten sind es allerdings 40 Prozent. Doch auch die Großen erkennen die Vorteile der Werkstattkonzepte. Ein starker Markenauftritt wird von 87 Prozent dieser Betriebe als Hauptgrund für den Anschluss eines Konzeptes genannt.

Die Digitalisierung sehen die Freien Werkstätten als größte Herausforderung an. 58 Prozent der an ein Konzept angeschlossenen Betriebe wünschen sich in diesem Bereich mehr Unterstützung. Das gilt im Besonderen bei den kleinen Marktteilnehmern (70 Prozent).

Die Branchenanalyse zeigt auch eine starke Loyalisierung der Fachbetriebe: 62 Prozent bevorzugen demnach einen festen Ersatzteilanbieter. 85 Prozent sind mit ihrem Werkstattkonzept rundum zufrieden – und nur zwölf Prozent haben in den vergangen fünf Jahren das Konzept gewechselt. Dazu passt auch die aktuelle Zahl: Drei Prozent sehen sich nach einem neuen Konzeptlieferanten um. (asp)


"Die Zufriedenheit der Freien Werkstätten hängt nicht davon ab, ob sie einem Konzept angehören oder nicht. Insgesamt sind freie Werkstätten mit Konzeptanbietern, aber auch mit dem Großhandel sehr zufrieden."



"Qualität ist Mehrwert" ist eine Initiative namhafter Hersteller von Automobilteilen im Automotive Aftermarket. Ziel ist es, das Qualitätsbewusstsein bei der Fahrzeugreparatur zu steigern. An der diesjährigen Branchenumfrage von Anfang Juni bis Mitte Juli 2020 nahmen insgesamt 764 Werkstätten teil. Die zentralen Ergebnisse sind auch in einem kostenlosen Whitepaper zusammengefasst.



Whitepaper Qualität ist Mehrwert - Werkstatt-Befragung 2020

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