Forschungsinitiative "AKTIV" für sicheren und flüssigen Verkehr

20.12.2006 05:50 Uhr

28 Partner wollen die Forschung bis Mitte 2010 vorantreiben / Gesamtbudget liegt bei 60 Millionen Euro

Künftig soll der Verkehr auf Deutschlands Straßen noch sicherer und flüssiger werden. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde jetzt die Forschungsinitiative AKTIV (Adaptive und Kooperative Technologien für den Intelligenten Verkehr) gegründet. In ihr haben sich insgesamt 28 Partner aus der Automobilindustrie, von Elektronik- und Telekommunikations- und Softwarefirmen, aus Forschungsinstituten sowie der Straßen- und Verkehrsverwaltung zusammengeschlossen, um die Verkehrsforschung bis Mitte 2010 voranzutreiben. Zu den drei Schwerpunkten gehört die Entwicklung neuer Fahrerassistenzsysteme, die Erarbeitung innovativer Verkehrsmanagement-Technologien und die grundlegende Erforschung, wie sich Verkehrsdaten zielgerichtet über das Mobilfunknetz verschicken lassen. Das Gesamtbudget für die Initiative betrage 60 Mio. Euro, von denen das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie rund 45 Prozent trägt. Was die aktive Sicherheit betrifft, soll u.a. ein automatisches Bremssystem entwickelt werden, das, sobald ein Auffahrunfall droht, eine Notbremsung einleitet und die Kollision vermeiden soll. Ähnliche Assistenten soll es für das Linksabbiegen oder den Spurwechsel geben. Ein weiteres Ziel sei es die Leistungsfähigkeit des Straßennetzes zu steigern, um das Staurisiko um 15 Prozent zu reduzieren und die Kapazität der Straßen um zehn Prozent zu erhöhen. Dazu soll ein System entwickelt werden, das unabhängig vom Hersteller die Verkehrsleitsysteme und die Verkehrsteilnehmer vernetzt. Die Erprobung der neuen Systeme erfolge in einem Feldversuch in Hessen. Damit die Informationen auch beim Fahrer ankommen, wird in dem assoziierten Projekt "Cooperative Cars" untersucht, inwieweit sich Mobilfunknetze als Basis des Datenaustauschs zwischen Fahrzeugen untereinander sowie zwischen Fahrzeugen und Verkehrsinformationssystemen eignen. Dies soll soweit gehen, dass jedes Auto Daten erfasst und an eine Zentrale sendet. In aufbereiteter Form würden die Informationen dann an regionale Verkehrsleitsysteme und alle Fahrzeuge im betroffenen Umkreis zurückgesendet werden. (ab)

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