Die angeschlagene Werkstattkette ATU erhält von ihrem Investor KKR eine Finanzspritze im Millionenbereich. Wie mehrere Zeitungen unabhängig voneinander berichten, ist der Zuschuss von mehreren Millionen Neukapital notwendig um den Autospezialisten zu retten. Laut "Handelsblatt" (Montagsausgabe) ist ATU mit rund 800 Millionen Euro verschuldet und konnte bedingt durch den milden Winter auch im vergangenen, sonst traditionell starken, vierten Quartal keine Trendwende einleiten. ATU wolle Ende Februar den Banken konkrete Zahlen über das Geschäftsjahr 2007 vorlegen. Wie die "Financial Times Deutschland" (FTD) am Montag unter Berufung auf Finanzkreise weiter berichtet, habe das Unternehmen seinen Gläubigern kürzlich gemeldet, dass der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um 35 Prozent auf 105,5 Millionen Euro einbrach und damit unter den bereits revidierten Erwartungen lag. Ursprünglich seien 210 Millionen Euro vorgesehen gewesen. Die nun anfallende Kapitalspritze liegt laut Zeitungsangaben im "unteren dreistelligen Millionenbereich". Damit wolle der Investor den Zugriff von Hedge-Fonds abwenden, um ein Szenario wie im Fall des Autozulieferers Kiekert abzuwenden. Hedge-Fonds hätten damals per Kreditkauf die Kontrolle übernommen, berichtet die "FTD". KKR hatte die Werkstattkette 2004 für 1,45 Milliarden Euro gekauft. Zwei milde Winter in Folge sowie die vom Investor vorangetriebene Expansion haben den Konzern mit 15.000 Mitarbeitern laut "FTD" in die Enge getrieben. (tk)
Finanzspritze: ATU bekommt dreistelligen Millionenbetrag zur Rettung
Die Werkstattkette erhält von ihrem Investor KKR eine Finanzspritze im dreistelligen Millionenbereich. Der mit 800 Millionen Euro verschuldete Autospezialist musste seinen Gläubigern zuletzt Gewinneinbrüche von rund 35 Prozent verkünden.