Yangwang, der Nobelableger von BYD, hat seinem Flaggschiff U8 das Schwimmen beigebracht. Weil in China bei starken Unwettern jedes Jahr über 100 Menschen in ihren Autos ertrinken, kommt der Luxus-SUV ab sofort serienmäßig mit einem „Emergency Floating Mode“. Der Modus erlaubt dem umgerechnet über 130.000 Euro teuren U8 bis zu 30 Minuten in tiefem Wasser zu schwimmen, zu navigieren und auch wieder selbstständig herausfahren.
Bei Tests soll der apostrophierte Lebensretter bereits über sieben Stunden im Wasser durchgehalten haben, ohne dass der Innenraum nass wurde, oder Aggregate, Bordelektronik sowie die Batterie des Plug-In-Hybriden in Mitleidenschaft gezogen wurden. Möglich macht das unter anderem eine aufwendig abgedichtete Karosserie. Dank höhenverstellbarem Fahrwerk bleibt der U8 bis zu einem Meter Wassertiefe mit den Rädern auf dem Boden und fährt per Allrad über den Grund.
BYD Yangwang U8
In tieferem Gewässer wird der Emergency Modus selbstständig aktiviert, der U8 beginnt zu "floaten". Dank der vier Radnarbenmotoren, die gegenläufig die Räder antreiben können, bleibt der U8 auch in Flüssen oder Seen manövrierfähig, die Lenkung fungiert als Ruder, der Lenkeinschlag bestimmt die Geschwindigkeit der Räder und erlaubt kleine bis größere Kurswechsel. BYD plant den U8 im Laufe des nächsten Jahres auch nach Deutschland zu bringen. Ob der maritime Rettungsanker dann an Bord sein wird, ist noch nicht entschieden.