Elefantenrunde zum Rußfilterskandal : ZDK erklärt Streit für beendet

24.07.2008 18:06 Uhr
Ist der Streit um die Kostenübernahme beim tausch unwirksamer Filter tatsächlich beendet?

Der ZDK hält nach einem Treffen im Bundesumweltministerium einen Durchbruch für die Kulanzregelung für möglich. Der GVA und seine Mitglieder GAT, Tenneco und Bosal seien nun auch zum sofortigen Tausch gegen einen Filter eines anderen Herstellers bereit.

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) hat den Streit um die Kostenerstattung beim Tausch unwirksamer Rußfilter gegen ein Produkt eines anderen Herstellers für beendet erklärt. Der Erste Vorsitzende des Teileverbandes GVA, Hartmut Röhl, "hat in der jüngsten Zusammenkunft im Bundesumweltministerium am Mittwoch dieser Woche mit den zustimmenden Bestätigungen der Filterproduzenten GAT, Tenneco und Bosal, erklärt, es gebe keine Ablehnung mehr für die Kostenübernahme oder Ausstellung eines Gutscheins für Werkstatt und Kunde", hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung des Verbandes. Ein Sprecher des Kfz-Gewerbes forderte die Kfz-Meisterbetriebe auf, aktiv auf die Fahrzeughalter zuzugehen, um in der Sommerpause das Tauschvolumen deutlich zu steigern. Der Kunde habe einen berechtigten Anspruch gegen die Werkstatt, diese wiederum gegen den Lieferanten aus dem Teilehandel. Bislang waren die genannten Filter-Hersteller nur bereit, betroffenen Kunden Gutscheine auszustellen, die zum kostenfreien Tausch gegen einen Filter der eigenen Marke berechtigen, sobald diese vorhanden sind. GAT hatte diese Vorgehensweise auch mit einer möglichen Insolvenz des Unternehmens begründet. Ob nun innerhalb des GVA eine finanzielle Lösung organisiert wurde, ist unklar. Vom Verband lag zu Redaktionsschluss noch kein Statement zu der vermeintlichen Kehrtwende vor. (ng)

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KOMMENTARE

Hartmut Röhl

25.07.2008 - 14:35 Uhr

Es handelt sich nicht um eine Kehrtwende : auch bisher wurden vom Handel und von den Herstellern ordnungsgemäß vorgelegte Gewährleistungsanträge ordentlich abgewickelt. Viele Kfz-Halter zeigen aber Verständnis dafür, dass die auch gesetzlich vorgesehene Schadensminderungspflicht im Gewährleistungsfall übernommen und somit den Filterherstellern zu einem späteren Zeitpunkt der Austausch gegen neue, eigene Produkte ermöglicht wird. Die hohe Zahl der Betroffenen, die sich noch nicht gemeldet haben, erklärt sich daraus, dass der Wert der Nachrüstung mit DPF inzwischen fragwürdig erscheint und die Autofahrer mit den hohen Kraftstoffpreisen und dem Eiertanz der Regierung um die CO² Besteuerung andere Sorgen haben, als sich um funktionierende Partikelfilter zu sorgen.


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